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Ich hasse dich! Oder: Was ist eigentlich…?

Wenn man kleine Kids hat, lernt man öfter mal etwas dazu. Zum Beispiel, dass Kinder häufig irgendetwas nachplappern, ohne die Bedeutung dahinter zu verstehen. Sie benutzen die Vokabeln so souverän, dass man erstmal überhaupt nicht darauf kommt, sie wüssten nicht, was sie sagen. Neulich bei Krügers (Originalgespräch):

Samu (kommt grad vom Kindergarten): Papa, ich hasse dich!

Papa: (erstaunt) Wirklich?

Samu: Ja, von ganzem Herzen!

Papa: Du hasst mich wirklich? Ich dachte immer, du hast mich lieb?

Samu: (überlegt) Papa, was ist denn hassen?

Manchmal wünsche ich mir auch für uns Christen so kleine, mutige Nichtchristen (oder Glaubensdebütanten), die mal nachfragen, wenn sie merken, dass sie einen Begriff überhaupt nicht füllen können. Als gestandene Christusnachfolger nutzen wir ständig irgendwelche Vokabeln („Christus“, Nachfolger“, …), bei denen sich für uns in Gedanken eine kleine Welt auftut. In den Ohren Außenstehender hätten wir aber genauso „Honigklötzchen“ oder „Torfbiene“ sagen können, um den gleichen Effekt zu erzielen, nämlich ein gepflegtes „hä?“.

Ich möchte hiermit gerne eine Serie starten, um die am schwierigsten zu füllenden frommen Begriffe auf kurze und prägnante Weise zu erklären. Begriffe, mit denen Nichtchristen am wenigsten anzufangen wissen oder die sie am ehesten völlig falsch verstehen. Dichte Sprache, keine langen Argumentationen, sondern den Kern des Begriffs in wenigen Sätzen auf den Punkt bringen. Karteikartenkompatibel.

Bedeutungsgeladene Vokabeln einfach zu meiden, wie es einige Bibelübertragungen tun, ist aus meiner Sicht selten zielführend. Denn indem man drumherum erklärt (und häufig doch nur bei eindimensionalen Synonymen landet), geht viel von der inhaltlichen und sprachlichen Kraft solcher Begriffe verloren. Sünde, Himmel, Vergebung: Einen komplexen Sachverhalt in ein einzelnes Wort zu packen ist sinnvoll – solange sich alle einig sind, was darunter zu verstehen ist. Aber genau das tut oft nicht einmal die Christenheit, geschweige denn die Welt (noch so ein Wort, obwohl: Manche Begriffe sollten wir vielleicht einfach mal für immer über Bord werfen).

Ein so entstehendes ABC würde ich gerne unter dem Titel „Was ist eigentlich…?“ bei Jesus.de platzieren – quasi als kleines Wörterbuch auf dem Weg zu Gott. 😀

Dafür brauche ich eure Hilfe!

Erstens: Bitte schreibt hier unten mal die Begriffe rein, die aus eurer Sicht am dringendsten erklärt werden sollten.

Zweitens: Wer für den einen oder anderen Begriff eine solche Definition schreiben will, der schicke sie mir einfach (news@jesus.de). Gibt es mehrere, dann stelle ich alle hier rein und wir können dann wiederum gemeinsam gucken, was am besten passt (oder welche Mischung).

Bin mal gespannt, ob das klappt 😀 Also, ich warte! (Vielleicht fragt Ihr auch mal eure Facebook- oder sonstigen Freunde…)

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Kommentare

19 Kommentare auf "Ich hasse dich! Oder: Was ist eigentlich…?"

  1. joni says:

    Erweckung, Mission, Dreieinigkeit, Allmacht, Lobpreis, heilig/Heiligung, Lebensübergabe, Beichte, Versuchung, Heiliger Geist, Sühneopfer, Schöpfer, Gerechtigkeit, Zeugnis geben, Zielverfehlung, Kind Gottes

    … ich hör mal auf, es fallen mir zu viele ein 😉

    Antworten
  2. sim says:

    ah ja, seehr cool! 🙂

    wird das jetzt ein Glaubens-Duden, bei dem die Autoren mit Haarknoten oder streng gescheitelten Frisuren vermutet werden, oder darfs auch ein bisschen mehr sein – plass-mäßig vielleicht? 😉

    a) kann ich nicht 😀
    b) – da wär´ ich gern dabei…. 🙂

    Antworten
    • Rolf Krüger says:

      Ich bin weit weg von der Haarknoten-Fraktion, aber ich stelle mir trotzdem etwas ernsthaftes vor, also keine Satire, sondern schon so, dass es wirklich hilft, Christsein etwas besser zu verstehen.

      Antworten
      • sim says:

        spannende Sache!

        Wobei „Mission“ und „Lobpreis“ (als nur zwei Beispiele) unter Baptisten vermutlich eine andere Definition hat als unter Katholen….

        weit mehr differenziert sich das bei Abendmahl und Taufe.

        Wie wird man dem gerecht?

        Antworten
        • Rolf Krüger says:

          Die Kandidatin hat 100 Punkte für Frage-auf-den-Punkt-bringen 😀

          Das ist sicher die Herausforderung. Was es etwas einfacher macht ist, dass man die Sache so kompakt eh nicht bis ins Detail ausarbeiten kann. Und häufig liegen die denominalen/denominativen/denominationstechnischen (?) Unterschiede eben jnenen Details. 😉

          Antworten
        • sim says:

          falls das Lexikon nach dem Alphabet geordnet werden soll, mache ich mal die ersten drei Vorschläge:

          A) wie Anti-Christ
          B) wie Brot teilen
          C) wie Cherubim

          Der Anti-Christ wird von einigen Menschen als natürliche Person gefürchtet. Mit seinem finalen Auftritt wird gegen Ende der Zeit gerechnet. Auch glaubt man, dass der Anti-Christ viele Menschen verführe, die Liebe erkalten lasse und ein großes Chaos entstünde. Der gläubige Christ hingegen fürchtet weder Tod noch Teufel. Er weiß um den Widersacher der in vielerlei Gestalt erscheint. Doch ist man als Christ von alledem erlöst (siehe Punkt E: Erlösung).

          Die Kunst des Brot teilens besteht seit mehr als 2000 Jahren. Bis heute wird darüber spekuliert, ob mit 5 Broten und 2 Fischen tatsächlich 5000 Menschen gesättigt werden konnten. Häufig wird davon ausgegangen, dass ein jeder, der in seine Mitmenschen Vertrauen fasst, bereit ist zu geben und zu teilen. Die Vorräte reichen also nicht nur aus, es geschieht, dass reichlich übrig bleibt. Gerade in Zeiten der emotionalen Kälte, Finanzkrise und sozialer Ausgrenzung ist das Thema von beinahe politischer Brisanz.

          Der Cherubim tritt hauptsächlich im Alten Testament auf. Mitunter gleicht er einem Fabelwesen, das hohe Spiritualität kennzeichnet. Es hat Autorität, verliehen durch die ständige Gegenwart Gottes. Dem Cherubim wird Macht nachgesagt, die sich auch im Gebet und der Fürbitte widerspiegelt.

          D) wie Dornenkrone.
          Oh ja, Dornenkrone würde mir gefallen 🙂

          schönes Wochenende….. ich fahr jetzt weg! 🙂

          Antworten
      • Wolfram says:

        Mit einer Einschränkung, sim:
        „Cherubim“ ist, wie Visa, eine Mehrzahlform. Die Einzahl ist „der Cherub“, den wir aus dem Weihnachtslied kennen: „der Cherub steht nicht mehr dafür, Gott sei Lob, Ehr und Preis.“

        In gewissen Kreisen steht „Cherub“ auch heute noch für eine Art Puttenengel, süßes Bübchen im Stil der Milupa-Babys mit speckigen Beinen, Armen und Backen. Auch solche abgeleiteten (Fehl-)Interpretationen machen die Erarbeitung des Wörterbuchs für die Sprache Kanaans nicht einfacher…

        Antworten
  3. Sandra says:

    Super Idee! Da mach ich doch gleich mal mit…

    Kirche, Sünde, Gehorsam, Kreuz (ok das wird schwer 😉 ), Demut, Glaube, Lobpreis, Abendmahl, Taufe, Bekehrung (ein Wort dass man auch ruhig wegwerfen könnte!), Opfer, Religion…

    dass fürs Erste 😉

    Antworten
  4. paulbernhard says:

    zu klärende Begriffe:
    Gott, Mensch, Wahrheit, Leben, Tod + Sünde…
    Teufel, Satan, Diabolus, Jenseits, Hölle + Paradies…
    Vorstellen, Denken, Meinen, Glauben, Hoffen + Lieben…
    GEIST + MATERIE + Das ALL + Das EINE…

    Alles Gute und viel Erfolg bei d-er-er-Klärung !

    Antworten
  5. Andreas says:

    Finde ich ein gute Idee!
    Spontan fällt mir ein:

    Gnade, Barmherzigkeit/Erbarmen, Reich Gottes, Herrlichkeit, Ehre, Segen, …und die Bedeutung von: „Dein Name sei gelobt/gepriesen“

    Antworten
  6. Dietmar Brach says:

    Der Ansatz ist richtig. Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene benutzen ständig Begriffe die sie sehr unterschiedlich definieren. Z.B. Freiheit, Gerechtigkeit, Armut, Reichtum, Sozial, Menschlich, Krieg, Frieden – um nur ein paar zu nennen.
    Mein Eindruck dabei ist, dass jeder sich die Definition heraussucht die für ihn am bequemsten ist.

    Antworten
  7. kathi says:

    „Gemeinschaft in Christus“ fällt mir noch ein.

    Antworten
    • shasta-cor says:

      Gemeinschaft in Christus – ja aber auch Gemeinschaft an sich.

      Wie definiert man Gemeinschaft? Wie findet man heraus, wie viel Gemeinschaft Neue wollen, wenn man sie nicht fragt? Wie können wir Gemeinschaft leben, die auch im Alltag hinein trägt?

      Nach dieser Einleitung mein Versuch:

      Gemeinschaft
      a) mit Gott / Jesus – bezeichnet häufig ein (dem Zuhörenden nicht näher bezeichnenbares) Gefühl einer inneren Nähe zu Gott, häufig stark situationsbezogen.

      b) Bezeichnung des Gottesdienstes / der Gruppe in bestimmten landeskirchlichen Regionen: Bsp. Landeskirchliche Gemeinschaft, Gemeinschaftsstunde

      c) Bezeichnung eines Gruppenevents im weiteren Sinne (man hat Gemeinschaft beim Kirchenkaffee nach dem Gottesdienst)

      d) eine (eingeschworene ) Gemeinschaft
      eine Gruppe von Menschen, die sich entschlossen hat durch dick und dünn zu gehen, mit denen man „Pferde stehlen kann“ (@ Christen: NICHT wörtlich gemeint 🙂 ) d.h. die für einen kompromisslos einstehen, die die Frage ehrlich meinen, wenn sie fragen: „wie gehts?“

      darf gerne von anderen vervollständigt werden.

      P.-S @ Rolf – genialer Ansatz danke schön. 😀

      Antworten
  8. vonwegenbehindert says:

    Hallo,
    darf ich auf ein ähnliches Projekt hinweisen, das Ohrenkuss-Wörterbuch, wo verschiedene Begriffe von Menschen mit Down-Syndrom erklärt werden? Interessant zudem, weil verschiedene Erklärungen nebeneinander toleriert werden (wahrscheinlich auf geduldigem Papier gedruckt worden 😉 für Konfessionschristen ein Unding, oder?
    Sorry falls Thema verfehlt, meine Begriffe:
    Sünde
    Liebe
    Vergebung
    Liebe Grüße, Segen auch
    Peter

    Antworten
  9. Jascha says:

    Sehr schön finde ich auch das „Lamm auf dem Thron“. Ein Schaf auf einem Stuhl? 😉
    Sonstige Begriffe:
    – Opferlamm
    – Sprachengebet
    – prophetisches Gebet
    – Vision
    – heiliger Geist
    – Schöpfung (oha. Schwieriges Thema)
    – Apostel
    – Das neue Jerusalem

    Antworten
  10. Was ist eigentlich…die Bibel? « Auf ‘n Kaffee says:

    […] Kontakt Ich hasse dich! Oder: Was ist eigentlich…? […]

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  11. Esterlibet says:

    Das wird ein schwieriges Projekt, viel Erfolg und Ermutigung!
    Mir würde auf Anhieb einfallen

    – Heilsgewissheit
    und
    – Evangelium

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    • Sarah says:

      also ich frage mich so langsam, wollen denn Nichtchristen denn bitte so viel und alles auf einmal wissen oder kommt ihr mit den Bedeutungen und der „Füllung“ irgendwie selbst nicht klar…man kann Nichtchristen auch erschlagen…die Menschen werden anhand der Liebe unter den Geschwistern schon sehen, dass da mehr ist, steht ja in der Bibel und es muss nicht jeder Theologe werden…

      Antworten

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