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Optional liebevoll

Ist für Christen ein liebevoller Lebensstil lediglich optimal? Denn das hieße optional. Oder ist er die Basis des Glaubens? Und welche Auswirkung hat das auf die Diskussionskultur unter Christen zu umstrittenen Themen?

Neulich hat etwas stattgefunden, das es im Zeitungs-Feuilleton regelmäßig gibt, in christlichen bzw. evangelikalen Kreisen aber so gut wie nie: Ein öffentlicher Diskurs mit Rede und Gegenrede. Nicht im Sinne organisierter „Pro & Contra“. Sondern in Form zweier Gesprächspartner, die in unterschiedlichen journalistischen Medien aufeinander Bezug nehmen und Argumente austauschen, die jeder mitlesen und zu denen sich jeder seine Meinung bilden kann. Das so etwas passiert, ist erfreulich. Denn diese Diskussionskultur ist uns in manchen christlichen Kreisen verloren gegangen.

Konkret geht es um den Artikel „Die Hände zum Himmel“ aus der ZEIT-Beilage Christ & Welt, in der Autor Hannes Leitlein über den Christustag schreibt. Das war eine evangelikale Veranstaltung mit 21.000 Besuchern an Fronleichnam in Stuttgart.

Hannes Leitlein sieht im Christustag vor allem ein harmoniesüchtiges Event, das die wachsenden Differenzen in der evangelikalen Szene rund um die Themen Bibelverständnis und Homosexualität kaschieren sollte. Im Blick hat er vor allem dem Aufruf „Zeit zum Aufstehen„, dem er attestiert, ein Flop zu sein, „wenn nicht einmal die Hälfte der Besucher des Christustages ihn mittragen kann“. Was verbindend wirken soll, trage in Wirklichkeit zur Spaltung bei.

Die Kritik am Christustag und an „Zeit zum Aufstehen“ greift Stefanie Ramsperger auf, Chefredakteurin des christlichen Medienmagazins „pro“. In  einem Kommentar kritisiert sie den Christ-&-Welt-Text als überspitzt. Die Ablehnung der Homosexualität sei nicht die „letzte Bastion der Evangelikalen“, wie Leitlein behaupte. Mit seinem Beitrag befeuere er genau das, was er kritisiere, nämlich eine Überbetonung der Homosexualitäts-Thematik. In jedem Fall spalte sie die evangelikale Bewegung nicht. Man sei vielmehr „in einem guten Diskussionsprozess“, der für die Breite der Bewegung stehe, zitiert sie den Bundestagsabgeordneten Frank Heinrich, der selbst Mitglied im Hauptvorstand der Evangelischen Allianz ist.

Leitleins Text ist in der Tat ein ziemlich pointierter Blick auf das Thema, aufgehängt am Christustag (weil der eng mit „Zeit zum Aufstehen“ verknüpft wird). Er ist keine umfassende Analyse der Evangelikalen und will das sicher auch nicht sein. Und er hat die Christ-&-Welt-Leserschaft im Blick. Vor diesem Hintergrund muss man ihn sicher lesen.

An manchen Stellen ist er mir auch zu spitz und mutmaßend. Aber er trifft die Wirklichkeit meines Erachtens tatsächlich besser als die Replik von Stefanie Ramsperger. Sie stellt die Situation enorm harmonisch dar. Als ob jeder Evangelikale entspannt die jeweils andere Position akzeptieren könnte. Wer sich ein wenig in den sozialen Medien, in Internetforen und in evangelikalen Gemeinden herumtreibt, der weiß, dass die Emotionen bei diesem Thema schnell sehr hoch kochen. Vielfach spricht man dem anderen lieber die Glaubwürdigkeit als Christ oder gar den ganzen Glauben ab, als nur einen Schritt weit auf einander zuzugehen.

Das gilt ein wenig für beide Seiten – und doch sind es meistens die sich öffnenden Christen, die sich plötzlich mit Liebesentzug und Abweisung durch die „Rechtgläubigen“ konfrontiert sehen. Ich kenne christliche Künstler, die lieber nicht öffentlich ihre (offene) Meinung zum Thema sagen – aus Sorge, nicht mehr gebucht zu werden. Ein Pastor einer landeskirchlichen Gemeinde erzählte mir vergangenes Jahr, dass er sofort seine Koffer packen müsste, wenn seine Gemeinde wüsste, dass er Schwulsein nicht strikt ablehnt.

Und erst kürzlich lernte ich feine, engagierte Menschen aus der Leitung einer  freien Gemeinde in Düsseldorf kennen. Sie haben mehr als die Hälfte ihrer Besucher verloren, als sich die Gemeindeleitung im Rahmen eines monatelangen Prozesses zur Akzeptanz von Homosexualität aufgrund eines neuen Bibelverständnisses durchrang. Freundschaften sind zerbrochen. Das Thema spaltet. Ein „guter Diskussionsprozess“ ist zumindest an der Basis noch bei Weiten nicht überall angekommen.

Leider trägt erwähntes „Zeit zum Aufstehen“ nicht viel Konstruktives dazu bei. Im Gegenteil: Es wendet sich ausdrücklich gegen bestimmte Entwicklungen. Gleich am Anfang heißt es:

„Bewegt von seiner Liebe, stehen wir gemeinsam auf gegen Lehren, Ideologien und Kräfte in unseren Kirchen und in unserer Gesellschaft, die die Würde des Menschen in Frage stellen, die Freiheit des Bekenntnisses einschränken und das Herzstück unseres Glaubens preisgeben.“

Was nach Meinung der Initiatoren das Herzstück des Glaubens ist und gegen welche Entwicklungen es – bewegt von der Liebe Gottes – geht, wird beim Lesen des Textes klar: Gegen alles außerhalb der Ehe zwischen Mann und Frau, gegen Abtreibung und Euthanasie, gegen jeden historisch-kritischen Ansatz in der Bibelauslegung und gegen jegliche Kritik an der Missionierung Andersgläubiger. Gegen diese Dinge darf man natürlich sein. Und man darf auch dafür aufstehen, gegen sie zu sein. Aber ein Schritt aufeinander zu ist das nicht. Es ist eine Abgrenzung von denen, die „falsch“ glauben. Ohne Diskussion. Und damit ebnet die Initiative eben leider keine Wege.

Ich vermute, genau deswegen findet der Aufruf nicht die Masse an Unterstützern (1 Mio Evangelikale gibt es in Deutschland, wird immer gesagt, 8.500 haben bisher unterschrieben und die Unterschriften tröpfeln selbst nach dem Christustag nur noch zaghaft herein). Weil eben immer weniger Evangelikale diese Grabenkämpfe mitmachen wollen, egal, in welcher Verpackung sie kommen. Sie wollen die Dinge differenzierter sehen und nicht immer „dagegen“ sein.

Am Ende ihres Kommentars beschreibt Stefanie Ramsperger treffend, wie sich Evangelikale klassischerweise definieren, nämlich…

[…] über ihre persönliche Beziehung zu Jesus Christus, die sich in Gebeten, Bibellesen, einem aktiven Gemeindeleben und – optimalerweise – einem liebevollen Lebensstil ausdrückt[…].

Eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus, aktives Gebet, Bibellesen und ein aktives Gemeindeleben sind allerdings schon längst kein Alleinstellungsmerkmal der Evangelikalen mehr. Papst Franziskus ermutigt katholische Christen mit fast genau denselben Worten in „Evangelii Gaudium“ den Glauben zu leben. Ihr Nachsatz ist es, an dem (von der Autorin sicher ungewollt) der Knackpunkt deutlich wird: Quasi im Vorbeigehen wird ein „liebevoller Lebensstil“ noch als optimierendes Sahnehäubchen angehängt. Sicher meinte sie das nicht so krass, wie es wirkt, aber im Leben vieler Christen ist leider genau das Realität: Christen reden viel von der Liebe, aber gerade Konservative stehen wesensbedingt in der Gefahr, ihre Glaubensüberzeugungen über die Liebe zu stellen (weil sie ja vor allem das bisher Bewährte konservieren wollen). Bei den „Liberalen“ kommt die Liebe oft aus anderen Gründen nicht ausreichend zum Zug, aber das ist ein anderes Thema.

Die Reinheit der Lehre geht vielen Konservativen über alles. Und das, obwohl im Neues Testament an vielen Stellen, allen voran von Jesus selbst, immer wieder deutlich gemacht wird: Das Höchste ist die Liebe. Sie ist keine optionale Optimierung eines ansonsten auf die eigene Rettung und Wohlfahrt fixierten Glaubenslebens, sondern Kern und Sinn unseres gesamten Christseins. Oft wird Lieblosigkeit paradoxerweise sogar mit der Liebe begründet: Derjenige erkennt einfach nicht, was gut für ihn ist. Die Liebe zu ihm treibt mich dazu, ihm seine Vergehen aufzuzeigen und ihm die Wahrheit zu sagen.

Die Liebe aber sagt: Sobald Menschen unter unserer Theologie oder unserer Ethik leiden, muss irgendwas an dieser Theologie oder Ethik falsch sein. Nicht, wenn sie lediglich unbequem für ihn ist, sondern wenn er darunter leidet. Jesus drückt es so aus: Die Essenz des Glaubens ist es, Gott zu lieben von ganzem Herzen und unseren Nächsten wie uns selbst. Alles andere ordnet sich diesen beiden Sätzen unter. (Mt. 22, 37-40)

Natürlich kann es Situationen geben, in denen dem Kind die dringend nötige Medizin nicht schmeckt. Aber dann bedarf es zumindest immer einer genauen und persönlichen Beschäftigung mit der jeweiligen Person und ihrer Situation. Pauschalen sind selten liebevoll. Und liebevoll das sollten wir als Nachfolger Christi schon sein – nicht idealerweise, sondern zuallererst und als Grundlage von allem anderen Denken und Handeln.

Der einzige gangbare Weg für konservative Christen in dieser Frage ist vermutlich dieser: Sie müssen sich trauen, die Liebe über ihre Glaubensüberzeugung zu stellen. Und darauf vertrauen, dass Gott ebenso handeln würde oder es zumindest billigt, dass wir die Liebe über die Lehre stellen. Die Gewissheit allerdings, dass Gott so handelt, drängt sich bei einem Blick auf Jesu Leben vom Anfang bis zum Ende geradezu auf (denn wenn wir ihn sehen, sehen wir den Vater, sagt Jesus). Und dann hieße das: Den Menschen ihre sexuelle Identität zuzugestehen, auch wenn diese dem eigenen ethischen und theologischen Erkenntnisstand widerstrebt. Oder auch erst mal nur dem anderen eine andere Erkenntnis zugestehen, ohne gleich die eigenen Felle davon schwimmen zu sehen.

Dann wäre ein guter Diskussionsprozess in gegenseitiger Wertschätzung tatsächlich möglich. Und dann käme man vielleicht auch zu einer theologischen Lösung. Vor allem aber zu einer von Liebe und Respekt getragenen – und das dürfte unstrittig in Gottes Sinn sein.

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Kommentare

45 Kommentare auf "Optional liebevoll"

  1. Björn says:

    optimal oder optional?

    Antworten
  2. Harry says:

    Ich kenne kein einziges Bekenntnis und schon gar kein Dogma, das sich umfassend und exponiert mit den Liebesgeboten Jesu befasst oder sie ausführlich ins Zentrum rückt. Es gibt keine theologischen Lehrstühle, die das Liebesgebot explizit und tiefgreifend lehren.

    Vor einiger Zeit habe ich nach populären Arbeiten, Büchern und Standardwerken zum Liebesgebot gesucht. Absolute Fehlanzeige.

    Es gibt praktisch keine Gemeindesatzung, die das Liebesgebot mit mehr als wenigen Worten erwähnt.

    Auch in christlichen Internetforen oder Blogs ist das Liebesgebot selten Bestandteil der Satzungen.

    Ist es daher verwunderlich, dass das Thema absolut unterbelichtet ist und verkümmert?

    Eugen Drewermann ist einer der wenigen Theologen, der sich dem Thema widmet. Aber der passt vielen nicht in den Kram. Sein Büchlein: „Nur die Liebe lehrt uns glauben, Verlag Publik-Forum“ ist eine berührende empathische Anregung.

    Eine grundlegende und umfassende auch psychologisch-theologische Auseinandersetzung und Sinnfüllung des Begriffes Liebe findet nicht statt. Vielfach werden Ausgestaltungsversuche als humanistisch und damit als unchristlich abgewertet und sogar bekämpft.

    Was ist Liebe denn konkret?

    Freundlichkeit, Respekt, Barmherzigkeit, Hilfsbereitschaft, Vergebungsbereitschaft,
    Geduld, Anteilnahme, Behutsamkeit, Gastfreundschaft, Akzeptanz,
    Unvoreingenommenheit, Freigiebigkeit, Empathie, Mitgefühl, Rücksicht, Mitleid,
    Achtsamkeit, Einfühlungsvermögen, Hingabe, Zuhören, Helfen, Verstehen u.v.m.

    Die Liebe explizit mit allen Facetten zu lehren und zu thematisieren ist die größte und wertvollste Aufgabe besonders für Theologen und Gemeindeverantwortliche.

    Lk 10,27 Er aber antwortete und sprach: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem GANZEN Herzen und mit deiner GANZEN Psyche und mit deiner GANZEN Kraft und mit deinem GANZEN Verstand und deinen Nächsten wie dich selbst.“

    1Thess 3,12 Euch aber lasse der Herr wachsen und immer reicher werden in der Liebe untereinander und zu jedermann, wie auch wir sie zu euch haben,

    Dieser Wachstumsprozess ist verkümmert, wird nicht verständlich gelehrt und steht nicht an Position eins.

    Antworten
    • Rolf Krüger says:

      Ich kenne kein einziges Bekenntnis und schon gar kein Dogma, das sich umfassend und exponiert mit den Liebesgeboten Jesu befasst oder sie ausführlich ins Zentrum rückt.

      Stimmt, interessante Beobachtung…

      Antworten
    • FlyingSoul says:

      Hallo,

      schade…das hier 2002 geschrieben:

      Bekenntnis zur Liebe

      Ich glaube einen einzigen Gott, denn einen einzigen Gott habe ich erfahren:
      Einen Gott, der mich frei sein lässt und mir sanft den richtigen Weg weist.
      Einen Gott, der mich liebt, so wie ich bin, und mir meine Fehler und Schwächen nachsieht.
      Einen Gott, der letztlich aufgrund seiner unendlich übergroßen Liebe unwiderstehlich ist.
      Wohl deshalb finden wir in der Bibel Sätze wie „Jedes Knie wird sich vor ihm beugen“.
      Ich glaube, dass sich jedes Knie vor Gott beugen wird, aber nicht, weil Gott ein so übermächtiger Herrscher auf einem Thron wäre, vor dem ich kleines Menschlein nur noch vor Ehrfurcht zitternd niedersinken kann. Nein, nicht deshalb.
      Ich glaube, dass sich jedes Knie vor ihm beugen wird, weil diese unendlich große Liebe dieses Gottes, wenn sie dem Menschen offenbar wird, selbst das härteste menschliche Herz anrühren und erweichen wird.
      Beim Anblick dieses unbeschreibbar liebenden Gottes werden meine Knie ganz weich, weil er jede Faser meines Herzens ergreift und ich glaube, dass es jedem Menschen so ergeht, wenn er Gott schauen darf.
      Ich glaube, dass Gott unendliche Liebe ist.
      Manchmal scheint diese Liebe mitten in meinem Leben auf:
      Ein singender Vogel, der mich aus meiner resignierten Sprachlosigkeit ruft.
      Ein warmer Sonnenstrahl, der mein erfrierendes Herz wieder auftauen lässt.
      Eine bunte Blumenwiese, die Farbtupfer in meine dunkle Weltsicht setzt.
      Der mitfühlende Blick eines Menschen,
      eine kaum merkliche Berührung, die mir in meiner Mutlosigkeit wieder Kraft gibt,
      ein aufmunterndes Wort zur rechten Zeit.
      All das sind Augenblicke, die kurz wie ein Wimpernschlag sein können und dennoch bestimmend für meinen ganzen weiteren Lebenslauf sind,
      Zeichen an meinem Lebensweg, die mich weiterführen,
      Lebensbilder, die sich unauslöschlich als Bilder der unfassbaren Liebe Gottes in mein Herz einprägen,
      Lebensbilder, die nie mehr verblassen, die für spätere Notzeiten in meinem Herzen abrufbar bleiben, um mich an die Liebe Gottes zu erinnern, wenn sie mir verloren erscheint,
      Lebensbilder, die lebendig bleiben,
      weiterleben in meinem Herzen,
      auch dann, wenn der singende Vogel längst gestorben ist,
      auch dann, wenn längst die Sonne wieder untergegangen ist,
      auch dann, wenn die Blumen auf der Wiese längst verwelkt sind und die Wiese unter weißem Schnee bedeckt ist.
      Lebensbilder, die lebendig bleiben,
      weiterleben in meinem Herzen,
      auch dann, wenn der Mensch, in dem die Liebe Gottes in einem mitfühlendem Blick,
      in einer kaum merklichen Berührung,
      in einem aufmunterndem Wort erschienen ist,
      längst nicht mehr lebt,
      längst gestorben ist.

      Diese Lebensbilder bleiben lebendig, geben mir Kraft und schenken mir neues Leben,
      wenn ich es am nötigsten brauche, wenn ich am Leben fast verzweifeln möchte.
      Mag auch alles vergehen, was ist,
      mag mein Körper vermodern,
      ich selbst einfach zu Staub zerfallen,
      eines weiß ich gewiss:
      Liebe, die geschenkt worden ist, vergeht nicht.
      Liebe bleibt lebendig.
      In dem, was ich an Liebe gegeben habe, lebe ich nach meinem körperlichem Tod fort.
      In dem, was ich an Liebe verschenke, bin ich unsterblich.
      Denn Liebe hört niemals auf.

      Antworten
      • Harry says:

        Alles wunderbar und richtig.

        Gleichzeitig und gerade weil das Paradies noch nicht da ist, empfinde ich deinen Text aber auch als sedierend und als etwas schwärmerisch.

        Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Lieblosigkeit eine Art Krankheit ist. Eine Krankheit der Seele. Das griechische Grundtextwort für Seele ist psuche. Jesus hat Seelen geheilt und will Seelen heilen. Dabei sollen wir ihm nachfolgen, schon im Hier und Jetzt.. Das ist mMn möglich durch eine umfassende und ausgeprägte Auseinandersetzung mit Liebe.

        Die Kirchenväter und Theologen haben das i.d.R. vergessen und haben sich mit sonstewas beschäftigt. Manches davon macht im Ergebnis krank.

        Also, warum nicht intensiv und aktiv über die Ausgestaltung der Liebe nachdenken und reden und sie aktiv lehren?

        Die Vermeidung des Themas Liebe führt zu Narzissmus und Egoismus in der kleinsten Hütte.

        Ein zu untersuchender Punkt ist das Thema „Grenzen“. Aufgrund der Begrenztheit des Menschen setzt der Mensch auch gern Grenzen, hört auf unbegrenzt, sprich bedingungslos zu lieben.

        Wie hat Jesus das gelöst?

        Antworten
        • FlyingSoul says:

          Hallo,

          natürlich ist mein Bekenntnis auch „sedierend“, schenkt nämlich in schweren Zeiten auch Ruhe und Gelassenheit. 🙂
          Für schwärmerisch halte ich ihn hingegen nicht. Denn ich bekenne hier ja nicht, dass ich ach so toll in der Liebe wäre, sondern wo mir Gottes Liebe in meinem konkreten Leben begegnet und mich gerade auch in schweren Zeiten aufrichtet. Ich bekenne, dass selbst kleinste Fünkchen dieser Liebe schon wichtig sind. Freilich zu diesen kleinsten Fünkchen bin auch ich fähig, wenn ich eben demütig bleibe und nicht glaube, ich müsste gleich Gott oder Gott gleich sein.
          Verzweifeln und aufgeben müsste ich, wenn ich mir nicht mehr zugestehen dürfte, dass ich beschränkt und unvollkommen bin und damit eben auch nur beschränkt und undvollkommen lieben kann. Aber das sollte ich wenigstens tun, anstatt darüber zu sinnieren, warum ich nicht gleich Gott oder Gott gleich sein kann. Denn dann bin ich im Stillstand, wenn ich nicht zu tun beginne.

          ich glaube, dass der Mensch im Hier und Jetzt nicht unbegrenzt, bedingungslos lieben kann. Er kann es aber immer wieder versuchen in der Hoffnung und im Vertrauen darauf, dass irgendwann bedingungslose Liebe herrschen wird.

          Man lese dazu nur einmal Röm 8.
          Ich zitiere nur eine kleine Passage daraus:

          „Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt.
          Aber auch wir, obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben, seufzen in unserem Herzen und warten darauf, dass wir mit der Erlösung unseres Leibes als Söhne offenbar werden.Denn wir sind gerettet, doch in der Hoffnung. Hoffnung aber, die man schon erfüllt sieht, ist keine Hoffnung. Wie kann man auf etwas hoffen, das man sieht? Hoffen wir aber auf das, was wir nicht sehen, dann harren wir aus in Geduld…………“

          usw. und Röm 8 schließt ab mit den Worten:

          „Denn ich bin gewiss: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten der Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“

          Das will ich immer glauben. Amen.

          Antworten
          • Harry says:

            Das ist sicher alles nicht verkehrt.

            Hier geht es mMn eher darum, Schwächen zu erkennen und systematisch daran zu arbeiten.

            Im NT ist oft von der Liebe die Rede. Aber ihre Ausgestaltung wird nicht besonders thematisiert.
            Es wird vorausgesetzt, was unter Liebe zu verstehen ist. Dabei ist oft von der Seele die Rede, also von der Psyche. Biblisch therapeutische Seelsorge (BTS), also Sorge um die Psyche beschäftigt sich mit den Mechanismen der Psyche, mit Konfliktbewältigung, gewaltfreier Kommunikation, mit Gefühlsverarbeitung, Sozialisation, Psychostress usw.

            Leider wird BTS immer erst dann bemüht, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.

            Jesus war sehr seelsorgerlich unterwegs. Wir Christen eher nicht. Wir wissen in der Breite einfach zu wenig über die Mechanismen von Wut, Eifersucht, Frustration, Stress, Depression usw. Als gute Seelsorger sollten wir das aber. Die Seele ist wichtig.

            Deshalb plädiere ich dafür, dass das Liebesgebot und seine Anwendung in den Kirchen und Gemeinden aktiv von Lehrern psychologisch (seelenbezogen) in Verbindung mit Theologen gelehrt wird.

            Wie kann man Verständnis für die Seelen aufbringen, wenn man kaum was über ihre Mechanismen weiß?

            Ich sehe also praktische Liebe eng verknüpft mit Seelsorge, mit dem Wissen, wie Menschen/Seelen ticken, also mit geschulter Empathie. Das verstehe ich als konkretes aktives Wachstum angewandter Liebe.

            Ich habe einige Seminare besucht und profitiere davon. Solche Schulungen sollten allgemein zugänglich kompetent in Gemeinden stattfinden. BTS muß sich kompetent und konsequent weiter entwickeln zu präventiven Maßnahmen.

            Leider sehen viele Christen immer noch eine Gefahr in der Psychologie/Seelenkunde und erkennen damit nicht, die Vorteile und entsprechendes Wissen breit angelegt für sich zu nutzen.

            Antworten
            • FlyingSoul says:

              Hallo,

              welche Schwächen? Die eigenen oder die der anderen? 😉
              Erkennen wir nicht alle viel zu gerne die Schwächen der anderen und arbeiten dann ganz systematisch an ihnen, bis sich der so bearbeitete verzieht, weil er sich nicht richtig behandelt und nicht in Liebe angenommen fühlt?

              Angelika

              Antworten
  3. FlyingSoul says:

    Hallo,

    schöner Artikel…und wir alle sind doch so meilenweit davon entfernt, die Liebe zu leben.
    Liebe muss nicht gelehrt, sondern gelebt werden.
    Wer Liebe lebt, lebt sie vor für die, die Liebe noch lernen müssen.
    Üben müssen wir alle uns in der Liebe und das ist verdammt schwer, weil wir das Paradies auf Erden nicht haben, sondern „nur“ verheißen haben in der Liebe, die Jesus Christus ist.

    Angelika

    Antworten
  4. insider43 says:

    Wo die Lehre die Liebe ersetzt, bedeutet das immer das Ende der Liebe zugunsten der Leere!

    Antworten
    • Harry says:

      Das klingt doppeldeutig.

      Meinst du, das in meinem Sinne oder in dem Sinn, dass die Lehre von der Liebe zur Leere wird?

      Paulus hat oft von dem Prozess des Wachsens in der Liebe gesprochen. Das sollte heute mit allen heutigen Mitteln unterstützt werden.

      Antworten
  5. Christina says:

    Wahrheit und Liebe

    Bibelstellen: 2. Johannes 1-13; 3. Johannes 1-15

    Der zweite Johannesbrief ist an eine Frau gerichtet. Ihr wird gesagt, dass sie einen, der die Lehre des Christus nicht bringt, nicht aufnehmen soll (Vers 10). Sie soll bei aller Liebe die Wahrheit nicht vergessen.

    Der dritte Johannesbrief ist an einen Mann gerichtet. Er soll diejenigen, die für den Namen des Herrn Jesus ausgegangen sind, aufnehmen (Vers 8). Er soll bei aller Wahrheit die Liebe nicht vergessen.

    Wahrheit und Liebe gehören zusammen. Und was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden. Aber Satan ist immer bemüht, gerade dies voranzutreiben. Er lässt uns die Liebe, wenn er uns nur die Wahrheit rauben kann, und er lässt uns die Wahrheit, wenn es ihm gelingt, die Liebe aus unserem Bewusstsein zu verdrängen.

    Wenn wir einseitig werden, indem wir die Liebe überbetonen, dann verlieren wir nicht nur die Wahrheit, sondern auch die Liebe. Denn eine Liebe ohne Wahrheit ist nur eine Karikatur. Es ist menschliche Süßigkeit und Gefühlsduselei. Überbetonen wir die Wahrheit zu Lasten der Liebe, entgleitet uns neben der Liebe auch die Wahrheit. Zurück bleiben menschliche Härte und abstoßende Schärfe.

    Darum wollen wir Wahrheit und Liebe pflegen und praktizieren.

    Gerrid Setzer

    Quelle:

    Antworten
    • FlyingSoul says:

      Hallo Christina,

      der zweite Johannesbrief ist in die Endzeiterwartung hinein geschrieben. Es geht um die Abweisung von Irrlehrern. Das ist der Knackpunkt. Man soll der Unwahrheit keinen Unterschlupf, keine Wohnung anbieten.

      Im dritten Johannesbrief ist von fremden Brüdern die Rede, die aufgenommen wurden, was der Verfasser des Briefes als treues Handeln in allem bezeichnet. Wer sind heute unsere fremden Brüder (Geschwister) ?
      Interessant ist, dass im gleichen Brief auch die Rede von einem Diotrephes ist, der nach Aussagen des Verfassers unter den Mitarbeitern für die Wahrheit „der erste sein will“, jedoch „erkennt“ er „uns nicht an“. Dieser Diotrephes praktiziert für die Durchsetzung dessen, was er als wahr erkannt hat, Hetze, nimmt keine fremden Brüder auf und hindert Andersdenkende/-handelnde in seiner Gemeinde daran, das zu tun, „schließt diese aus der Gemeinde aus“ (Vers 10) .
      Dieser Diothrephes bildet in dem Brief die Neagtivfolie. Und da wird es spannend:
      Dieser Diotrephes ist doch überzeugt, ein gutes Gemeindeglied, ein Mitarbeiter für die Wahrheit zu sein. Dennoch hat er sich offenbar nach Aussagen des Briefschreibers geirrt und handelt falsch.
      Und da sind wir auch bei dem, um was es Rolf in seinem Artikel geht:

      Welche Auswirkung hat der Stellenwert, dem wir der Liebe beimessen (Basis oder ein optimalerweise gepflegter Lebensstil?) auf die Diskussionskultur unter Christen zu umstrittenen Themen?

      Dieser Diotrpehes scheint ob seinem Eifer für die Wahrheit die Liebe vergessen zu haben. Er schließt diejenigen von seiner Liebe aus, die trotz des gleichen Glaubens an Jesus Christus anders denken und anders handeln. Das hält der Briefschreiber aber offenbar für falsch.

      Was wäre dann wohl eher von Diotrephes zu erwarten gewesen, wenn er Liebe und Wahrheit denselben Stellenwert beimessen will?

      Ich denke, dass man hätte erwarten können, dass er für sich entscheidet, diese fremden Brüder eben nicht bei sich aufzunehmen, weil er selbst es für falsch hält. Gleichzeitig sollte er aber nicht denjenigen in seiner Gemeinde die Liebe verweigern, die das anders sehen.
      Denn Wahrheit hat etwas mit Wahrnehmung zu tun. Und unsere Wahrnehmung/Erkenntnis ist getrübt wie durch einen Spiegel hindurch, wie Paulus so schön schreibt.
      Also: ich bleibe authentisch, indem ich so handele, wie ich es mit meinem Gewissen vereinbaren kann, bedränge aber nicht andere Christen, gegen ihr Gewissen zu handeln, sondern akzeptiere das in liebevoller Weise, sage ihnen, was ich denke, warum ich anders handele als sie, aber belasse sie in der Freiheit, die uns Christus geschenkt hat.
      Denn sobald ich andere bedränge, beschneide ich ihre Freiheit.

      Natürlich gehören Wahrheit und Liebe zusammen. Denn Gott ist die Liebe. Gott ist aber auch die Wahrheit, der Weg und das Leben. Wenn ich eines vernachlässige, befinde ich mich auf Abwegen.

      Deshalb halte ich aber auch folgende Aussagen von Setzer für falsch, unlogisch:

      „ Aber Satan ist immer bemüht, gerade dies voranzutreiben. Er lässt uns die Liebe, wenn er uns nur die Wahrheit rauben kann, und er lässt uns die Wahrheit, wenn es ihm gelingt, die Liebe aus unserem Bewusstsein zu verdrängen.“
      Das geht gar nicht, was Setzer ja nachfolgend auch selbst schreibt. Wenn eines überbetont wird, ist es schon verquer.

      „Wenn wir einseitig werden, indem wir die Liebe überbetonen, dann verlieren wir nicht nur die Wahrheit, sondern auch die Liebe. Denn eine Liebe ohne Wahrheit ist nur eine Karikatur. Es ist menschliche Süßigkeit und Gefühlsduselei. Überbetonen wir die Wahrheit zu Lasten der Liebe, entgleitet uns neben der Liebe auch die Wahrheit. Zurück bleiben menschliche Härte und abstoßende Schärfe.“

      Die Folgerung teile ich wiederum:

      „Darum wollen wir Wahrheit und Liebe pflegen und praktizieren.“

      Liebe bedeutet für mich gerade in Konfliktsituationen, dass dem Andersdenkenden / Andershandelnden grundsätzlich nicht Bosheit unterstelle, sondern versuche, mich damit auseinanderzusetzen, warum er anders denkt und handelt.
      Das kann ich aber nur, wenn ich nicht angstgesteuert bin und hinter jedem anderen Gedanken Satan lauern sehe. Wer angstgesteuert ist, lebt nicht in der Freiheit, zu der uns Jesus Christus berufen hat. Als Christ kann ich Christus vertrauen, er sorgt dafür, dass mir Satan nichts antun kann.
      Diese Auseinandersetzung mit Andersdenkenden/Andershandelnden ist sehr oft schmerzhaft, führt uns an unsere Grenzen, die wir aber mit Gottes Hilfe überschreiten können. Diese Auseinandersetzung bedeutet nicht, dass ich das, was ich als wahr erkannt habe, verschweigen sollte. Es bedeutet aber, dass ich den Andersdenkenden, -handelnden seine Freiheit lasse.
      Zugleich darf ich alle dazu ermutigen, frei und offen von ihrem Glauben zu reden und nach ihrem Glauben zu handeln. Diese Freiheit ist allerdings keine billige Freiheit, sondern kostet unser ganzes diesseitiges Leben, führt uns aber zugleich in das ewige Leben in Jesus Christus.

      Antworten
      • Christina says:

        Deshalb halte ich aber auch folgende Aussagen von Setzer für falsch, unlogisch:

        Ich finde das gar nicht unlogisch. Es ist einfach so, dass Wahrheit und Liebe beide gleichwertig und gleich wichtig sind. Und Satan weiß, er braucht nur eine der Beiden bei uns zu bekämpfen und schon hat er gewonnen. Er muß nicht gegen beide gleichzeitig Krieg führen. Um unser Zeugnis unwirksam zu machen, reicht es, wenn wir eines von Beiden verlieren, weil damit alles futsch ist.

        Antworten
        • FlyingSoul says:

          Hallo Christina,

          gerade weil beide gleichwertig sind, kann uns Satan nicht nur eines von beiden lassen. Wahrheit ohne Liebe ist nicht DIE Wahrheit, die Gott ist, sondern irgendeine Wahrheit. Ebenso ist Liebe ohne Wahrheit nicht DIE Liebe, die Gott ist, sondern irgendeine Liebe. Letztlich ist die Wahrheit die Liebe und die Liebe die Wahrheit.

          Und gerade so kann man wenigstens ansatzweise erkennen, wer Die Wahrheit und wer DIE Liebe hat.
          Wer bei der Verbreitung der Wahrheit lieblos wird, verkündigt eben gerade nicht DIE Wahrheit, sondern irgendeine Wahrheit. Wer aber in der Liebe unwahrhaftig wird, der ist nicht in DER Liebe, sondern nur in irgendeiner Liebe.
          So kann ich aber nicht nur erkennen, welcher andere Mensch die Wahrheit bzw. die Liebe vertritt, sondern auch, wann ich selbst die Wahrheit bzw. die Liebe vertrete.
          Sobald ich unwahrhaftig werde, bin ich nicht mehr in DER Liebe, die Gott ist.
          Sobald ich lieblos bin, rede ich auch nicht mehr von DER Wahrheit, die Gott ist.
          Beides sollte zuallererst, ehe ich auf andere schaue, ein Korrektiv für mich selbst sein.
          Nur leider halten wir fast alle von uns selber nur das allerbeste, während wir den anderen Menschen, insbesonders wenn sie anders denken und handeln als wir, äußerst skeptisch gegenüber stehen. Daher kommt es auch, dass wir so oft uns in der Wahrheit und Liebe wähnen, während wir schon lange aus ihr heraus gefallen sind.

          Herzliche Grüße

          Angelika

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          • Christina says:

            Hallo Angelika,

            wenn ich mir deinen Kommentar so durchlese, sehe ich ihn so als Bestätigung des meinigen. Ich habe ja in etwa dasselbe gesagt, nur etwas kürzer. Oder habe ich dich da falsch verstanden? Zu deinem letzten Absatz: Nun, ich denke eigentlich nicht von mir das allerbeste, bin immer zum Dazulernen bereit. Ich weiß längst noch nicht alles. Aber ich suche mir meine Lehrer diesbezüglich schon aus. Sie müssen schon fest auf dem Boden der Bibel stehen. Wir sollen unser Fähnchen ja nicht in jeden Wind hängen.

            Und Er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer, zur Zurüstung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus, bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife, zum Maß der vollen Größe des Christus; damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen,

            Wie du siehst, sollen wir uns nicht von jedem Wind der Lehre hin- und herwerfen lassen. Außerdem werden wir in der Bibel doch geradezu herausgefordert skeptisch gegenüber Menschen zu sein, die anders denken und handeln (siehe Irrlehrer). Wenn wir das nicht mehr wären, dann wäre das das Ende. Wir sollen alles prüfen, was uns jemand erzählt, so wie die Beröer, die sogar die Reden des Apostels Paulus anhand der Schrift (AT) geprüft haben, bevor sie seine Lehre angenommen haben. Ihr Verhalten wird als sehr vorbildlich herausgestellt. Von daher leite ich ab, dass wenn mir irgendjemand was erzählt, ich dieses prüfen sollte und wenn es nicht mit Schrift (Bibel) im Einklang steht, dann kann ich dieses mit gutem Gewissen als Irrlehre ablehnen. Natürlich sollte dabei die Liebe nicht auf der Strecke bleiben, da hast du schon Recht. Aber ich brauche mit solchen Irrlehrern nicht, was die Lehre angeht, zu diskutieren.

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    • Harry says:

      Das Grundthema ist hier mMn ein anderes.

      Es geht ja hier gerade darum, gemeinsam herauszufinden, wie man an die Wahrheit heran kommt und wie man dabei in Liebe miteinander umgeht.

      🙂

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      • Christina says:

        Wie soll man Irrlehrer abweisen, wie im 2. Johannesbrief gefordert, wenn man selbst nicht weiß, was die Wahrheit ist?
        Dann weiß man auch nicht, ob irgend etwas Irrlehre ist, oder? Es könnte ja vielleicht auch Wahrheit sein, nicht wahr! Man weiß es ja selbst nicht so genau. Von daher müßte die Aufforderung im 2. Johannisbrief dann eher so lauten: „Weißt bitte niemanden als Irrlehrer ab, denn er könnte ja vielleicht auch die Wahrheit sagen. Wir wissen es nicht so genau. Wir müssen das erst herausfinden.“ Steht aber so nicht da! Anscheinend wußten die Leute damals sehr genau, was wahr und was falsch ist. Sie mußten es nicht erst gemeinsam herausfinden oder irgendwie an die Wahrheit heran kommen. Es war klar.

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        • Harry says:

          Irrlehrer sind immer die anderen. Zu Irrlehrern werden die abgestempelt, die nicht der eigenen Meinung sind. Bestimmte Christen verhalten sich so und verurteilen damit vor der Zeit.

          Was ist denn überhaupt ein Irrlehrer??

          2Petr 2,1 Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch sein werden falsche Lehrer, die verderbliche Irrlehren einführen und verleugnen den Herrn, der sie erkauft hat; die werden über sich selbst herbeiführen ein schnelles Verderben.

          Danach ist jemand ein Irrlehrer, der Christus verleugnet.

          Das wird wie folgt im Umkehrschluß ergänzt:

          1Joh 4,2 Hieran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der Jesus Christus, im Fleisch gekommen, bekennt, ist aus Gott;

          Das bestätigt obiges und schließt jeden als Irrlehrer aus, der Christus bezeugt.

          Dazu gilt:

          Jak 4,12 Einer ist der Gesetzgeber und Richter, der selig machen und verdammen (Grundtext: zerstören) kann. Wer aber bist du, dass du den Nächsten verurteilst?

          Weitere Hinweise im NT auf Irrlehrer gibt es nicht (Ausnahme: Gnosis).

          Insofern muß man annehmen, dass die Verurteilung zum Irrlehrer heutzutage fast immer ein Machtmittel ist, um andere Auslegungen zu denunzieren.

          1Kor 4,5 So verurteilt NICHTS vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch das Verborgene der Finsternis ans Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbaren wird! Und dann wird jedem sein Lob werden von Gott.

          Im NT selbst wird darauf hingewiesen, dass es unterschiedliche Ansichten gibt. (1. Kor. 1,12)

          Es ist liebevolle Zusammenarbeit untereinander, die Unterschiede aufzuarbeiten und sich anzunähern.

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          • Christina says:

            Noch ein paar letzte Gedanken meinerseits dazu:

            Danach ist jemand ein Irrlehrer, der Christus verleugnet.

            Ja, aber die Frage ist doch, auf welche Art und Weise kann ich Christus verleugnen? Was bedeutet „verleugnen“ in diesem Zusammenhang überhaupt? Heißt das nur zu behaupten, Christus habe nie gelebt? Ich glaube, damit ist in einem größeren Zusammenhang was anderes gemeint.

            Das bestätigt obiges und schließt jeden als Irrlehrer aus, der Christus bezeugt.

            Was heißt „Christus bezeugen“? Darüber muß man sich erstmal klar werden. Und wenn Paulus an anderer Stelle sagt, dass jeder verflucht sei, sei es Engel oder Mensch, der eine andere Lehre über Christus bringt, als die Apostel, dann sollte man das beherzigen. Und welche Lehre brachten die Apostel? Die Galater haben auch in gewisser Weise Christus bezeugt (in dem sie an ihn glaubten), aber sie waren dabei, nebenher wieder das Gesetz groß zu machen. Das war Irrlehre, die Paulus im Galaterbrief anspricht.

            Das Wort „verleugnen“steht hier in einem viel größeren Zusammenhang. Ich verleugne Christus z. B. auch, wenn ich glaube, dass seine Kreuzestat nicht dazu da war, um mich vom Zorn Gottes zu erlösen, was heute in vielen sogenannten liberalen (ich glaube auch emergenten) Kreisen gelehrt wird. Die Kreuzestat Jesu wird einfach umgedeutet. Damit wird letztendlich auch Christus verleugnet.

            Es ist liebevolle Zusammenarbeit untereinander, die Unterschiede aufzuarbeiten und sich anzunähern.

            Diesen Rat hätte Paulus den Galatern sicherlich nicht gegeben. Es kommt immer auf die Art der Unterschiede an. 😉

            Antworten
            • FlyingSoul says:

              Ach Christina,

              wer bekennt, dass Jesus der Christus (=der Erlöser, Heiland), der Sohn des lebendigen Gottes ist, ist Christ.
              Alles weitere ist Deutung, auch, dass die Kreuzestat geschah, um die Menschen vom Zorn Gottes zu erlösen. Es geht darum, das Einende zu sehen, anstatt fortwährend nach dem Trennenden zu suchen.
              Die Angst davor, dass derjenige, der etwas anders glaubt als ich selbst, mit Satan im Bund sein und mich von Christus wegführen könnte, ist das eigentliche Werk Satans. Denn Angst macht unfrei.

              Liebe Grüße

              Angelika

              Antworten
              • insider43 says:

                Vielleicht ist das ist ja gerade die crux:
                In den Evangelien findet sich als überliefertes Jesuswort eben nicht nur dieses, andere Gläubige und Lehransichten eher ausschließende:
                „Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.“ (Mt 12.30; Lk 11.23)
                sondern zugleich auch jenes offenere, sich trotz mancher Unterschiede eher in der Gemeinschaft mit anderen wissende:
                „Denn wer nicht gegen uns / euch ist, der ist für uns.“ (Mk 9,40; Lk 9,50)

                Hinter anderen aber, die nicht meiner Meinung sind bzw. die nicht zu eben der Gemeinde / Kirche gehören, zu der ich mich halte und deren Lehransichten ich teile, gleich Irrlehre, Abfall vom Glauben oder satanische Verführung zu vermuten, zeugt mE eher von Kleinglaube und jener Ängstlichkeit (nicht selten ein Merkmal von Minoritäten!), aus der die freimachende Botschaft des Evangeliums gerade herausführen will.

                Antworten
            • Harry says:

              Du hältst an dem Begriff Irrlehre fest für Situationen, in denen unterschiedliche Auffassungen bestehen. Unterschiedliche Verständnisse kamen bereits in der ersten Zeit vor. Das beschreibst du selbst am Beispiel der Galater. Heute ist es noch eben so.

              Wir unterscheiden uns in der Bewertung dieser Situation.

              Ich akzeptiere zunächst mal, dass es bereits zu Pauli Zeiten unterschiedliche Auffassungen gab.
              Paulus sagt nie und nirgends, dass diese Galater verloren gehen, sondern er bezeichnet diese Galater lediglich als unverständig. Paulus legt diesen Galatern mit Liebe und Geduld alles dar und schließt diese Rede mit folgendem Satz:

              Gal. 3,26 Denn ihr seid ALLE durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus.

              Das ist das entscheidende.

              Du vermischst diese Situation nun mMn unzulässig mit der Zornes- und Höllenlehre und suggerierst hier, dass solche Meinungsverschiedenheiten diesen Zorn Gottes zur Folge haben. Das halte ich für schwarz-weiss-Denken im Rahmen deiner theologisch-dogmatischen Vorurteile.

              Anmerkungen zum „Zorn“ Gottes:

              Das griechische Grundtextwort für Zorn ist „orgen“. Es wird korrekt als „Ärger“ oder „Empörung“ oder frei als Unzufriedenheit übersetzt. Die Verknüpfung mit dem Höllenzorn in Galater ist mMn falsch. In Gal.3 wird der Begriff „Zorn Gottes“ nicht erwähnt.

              Fazit:
              Damit ist 1. klar, dass besagte Galater durch Paulus zum Nachdenken gebracht werden, 2. dass sie trotz unterschiedlichen Verständnisses nach Gal. 3,26 gerettete Christen sind und bleiben und 3., dass du unzulässig Äpfel und Birnen vermischst.

              Antworten
              • Christina says:

                Okay, mein Beispiel mit den Galatern war vielleicht nicht ganz passend, gebe ich zu. 🙂

                Eigentlich wollte ich sagen, dass es Irrlehren und Irrlehrer gibt und dass man nicht alle Meinungsverschiedenheiten als „nur unterschiedliche Verständnisse“ deklarieren kann, die nicht weiter Bedeutung hätten. Es gibt sicherlich unterschiedliche Auffassungen zu bestimmten Themen auch unter wirklich Gläubigen (z. B. Kinder- oder Erwachsenentaufe oder was die Endzeit angeht usw.) zu der ich zwar schon meine klare Meinung habe, über die ich mich aber mit niemandem streiten würde, weil das Nebenthemen sind. Ich würde aufgrund dessen niemandem seinen Glauben absprechen wollen, nur weil er in bestimmten Fragen anderer Meinung ist als ich. Alle unsere Erkenntnis ist Stückwerk. Und vor 20, 10, 5 Jahren habe ich noch nicht alles gewußt, was ich heute weiß. Dazu sagt man auch Wachstum im Glauben.

                Es gibt auf der anderen Seite aber Dinge, die gehören einfach zum fundamentalen Glauben und da kann man nicht dran rütteln oder drüber rumdiskutieren. Z. B. Jesus ist Gott von Ewigkeit her. Daran läßt sich nicht rütteln. Wer das nicht glaubt, ist kein Christ.
                Auch so ein Punkt ist für mich der Grund, weshalb Jesus am Kreuz starb. Manche Theologen sagen, Jesus (Gott) taten die Menschen so leid in ihrem ganzen Elend, dass er sich mit ihnen identifizieren wollte und sich sagte, jetzt leide ich auch mal. Hmmmm…. ich frage mich bloß, was ich davon hätte, wenn das wahr wäre. Ein Gott, der allmächtig ist, hat mir nichts weiter zu bieten, als mitzuleiden? Wo er doch in seiner Macht meinem Elend ein Ende machen könnte? Sehr seltsam.

                Immer wenn da irgend was umgedeutet wird am Kreuzestod Jesu gehen bei mir die Alarmglocken an. Das sind dann keine Lapalien mehr, über die man unterschiedlicher Ansicht sein kann und sich trotzdem Christ nennen kann.

                Antworten
                • FlyingSoul says:

                  Hallo Christina,

                  selbstverständlich gibt es Irrlehren und Irrlehrer. Hast du das in deinem christlichen Leben noch nie gehabt, dass du irgendwann einen bisherigen Teil deines Glaubens als Irrtum verworfen hast?
                  Jeder Irrtum hat Bedeutung für meinen Glaubensweg. Das sehe ich auch so. Allerdings glaube ich, dass es seltenst zusteht, die Schwere des Irrtums festzulegen. Wie soll ich festlegen können, ob etwas ein Haupt- oder ein Nebenthema ist? Das ist doch schon subjektiv. Für Baptisten dürfte die Glaubens- und damit Erwachsenentaufe kein Nebenthema sein, für mich als Katholikin ist es aber ein Nebenthema. Was nun? Bin ich ein Irrlehrer oder sind es die Baptisten?

                  Wenn doch alle unsere Erkenntnis Stückwerk ist, dann tue ich mich schon schwer, jemandem aufgrund meiner stückwerkhafter Erkenntnis den Glauben abzusprechen. Wieso sollte die Deutung des Kreuzestodes da ein anderes Gewicht haben als die Deutung der Taufe? Da werde ich doch subjektiv, wenn ich sage, das eine ist so gewichtig, dass ich denjenigen nicht mehr als Christ anerkennen kann, obwohl er selbst sich zu Jesus Christus bekennt, das andere hingegen nicht.

                  „Es gibt auf der anderen Seite aber Dinge, die gehören einfach zum fundamentalen Glauben und da kann man nicht dran rütteln oder drüber rumdiskutieren. Z. B. Jesus ist Gott von Ewigkeit her. Daran läßt sich nicht rütteln. Wer das nicht glaubt, ist kein Christ.“

                  Aha….
                  Auf den ersten Blick würde ich dir da auch zustimmen. Beim zweiten Hinschauen jedoch komme ich ins Schleudern. Denn ich kann der Bibel nicht entnehmen, ob tatsächlich alle Jünger und Urchristen das von Anfang an so sahen. Jesus Christus Gott von Ewigkeit her ist ein theologischer Grundgedanke, der heute sicher zu den Basics gehört, aber doch „nur“, weil wir es per Tradition (!!!) so gesagt bekommen haben.
                  Schaue ich mir die vier Evangelien jeweils an, wird es schon unklar, ob allein die vier Evangelisten das so glaubten.

                  „Auch so ein Punkt ist für mich der Grund, weshalb Jesus am Kreuz starb. Manche Theologen sagen, Jesus (Gott) taten die Menschen so leid in ihrem ganzen Elend, dass er sich mit ihnen identifizieren wollte und sich sagte, jetzt leide ich auch mal. Hmmmm…. ich frage mich bloß, was ich davon hätte, wenn das wahr wäre. Ein Gott, der allmächtig ist, hat mir nichts weiter zu bieten, als mitzuleiden? Wo er doch in seiner Macht meinem Elend ein Ende machen könnte? Sehr seltsam.“

                  Ist es ein Punkt FÜR DICH und damit ein subjektiver Punkt. Objektiv ist es nicht, das zum Kriterium für christliche Existenz zu machen.
                  Im übrigen ist es sehr einfach zu erklären, was man davon „hat“, dass ein allmächtiger Gott mit den Menschen leidet, anstatt sich in seiner Macht zu produzieren.

                  „Immer wenn da irgend was umgedeutet wird am Kreuzestod Jesu gehen bei mir die Alarmglocken an. Das sind dann keine Lapalien mehr, über die man unterschiedlicher Ansicht sein kann und sich trotzdem Christ nennen kann.“

                  Es sind zwar in der Tat keine Lappalien, man kann aber mE dennoch daraüber unterschiedlicher Ansicht sein und sich Christ nennen. Den Hirten auf dem Felde wured als ausreichende Botschaft erklärt: „Fürchtet euch nicht, denn euch ist heute der Heiland /Retter/Erlöser geboren“. Ist das nicht wunderbar und zugleich ausreichend, um diesem heiland nachzufolgen? Brauche ich da wirklich noch die „richtige“ Theologie bezüglich der Deutung des Kreuzestodes?

                  Angelika

                  Antworten
                  • Christina says:

                    Schaue ich mir die vier Evangelien jeweils an, wird es schon unklar, ob allein die vier Evangelisten das so glaubten.

                    Liebe Angelika, vielleicht kann ich deinen Zweifeln ja abhelfen: Lies mal Johannes 1: Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. Geht es noch eindeutiger? 😉 Falls du es nicht weißt, das „Wort“ steht für „Jesus“. Auf deutsch heißt das dann soviel wie: „Gott war Jesus“ oder „Jesus war Gott“. Kann man beliebig austauschen. Ist ja dasselbe.

                    Zu dem meisten anderen, was du geschrieben hast, kann ich nur sagen, ich sehe das anders. Aber wir müssen das jetzt auch nicht weiter vertiefen.

                    Viele Grüße
                    Christina

                    Antworten
                    • FlyingSoul says:

                      Hallo,

                      das ist EIN Evangelist und auch bei ihm musst du erst den Begriff „Wort“ interpretieren, um theologisch von Präexistenz reden zu können. DU musst voraussetzen, dass mit logos Jesus Christus gemeint ist. Ist das so eindeutig? Oder wird das nur eindeutig gemacht?

                      Zu dem anderen: Ja, du hast dazu eine andere Sicht. Nun, bin ich nun keine Christin mehr, nur weil du eine andere theologische Sichtweise hast? Ich denke, dass wir beide Christen sind und uns abmühen mit dem rechten Verständnis. Nie würde ich dir den Glauben absprechen, ich würde schlimmstenfalls sagen, dass ich dein Glaubensverständnis nicht vollkommen teile, aber eben ganz klar machen, dass das nichts mit deinem ehrlichen Bemühen um den rechten Glauben zu tun hat.

                      Viele Grüße

                      Angelika

                    • Christina says:

                      Liebe Angelika, du täuscht dich. Ich muß den Begriff „Wort“ in Johannes 1 nicht erst auf Jesus hin interpretieren. Wenn du dir mal die fortführenden Verse in Kapitel 1 durchliest, dann kannst du deutlich erkennen, dass Jesus hier als „Wort“ betitelt wird.

                      Paßt vielleicht nicht ganz zum Thema, aber da du die vier Evangelisten hier erwähnt hast, möchte ich dir mal einen Vortrag empfehlen, den ich vor ein paar Tagen gehört habe und der mich wirklich fasziniert hat. Also nur wenn du willst. Es geht dort u. a. um die Frage: Warum haben wir gerade vier Evangelien und nicht nur eines oder drei oder sechs? Ich sehe die Evangelien jetzt in einem ganz neuen Licht. Kann den Vortrag nur weiterempfehlen.

                    • FlyingSoul says:

                      Hallo Christina,

                      du hebst vermutlich auf Vers 14 im Johannesprolog ab. Nur steht auch da nicht direkt Jesus. Wir bekennen heute mit den ersten Christen, dass Jesus der Christus, der eingeborene Sohn des lebendigen Gottes ist. Genau das bekennt der Evangelist im Prolog auch. Johannes ist aber der einzige von den vier kanonisierten Evangelisten, der von Präexistenz spricht. Er ist zugleich derjenige, der sein Evangelium als letzter geschrieben hat.

                      Er interpretiert bereits die vorangegangenen Evangelien und eben auch Jesus als präexistent. Diese Interpretation hat christliche Theologie übernommen. Ich persönlich halte diese Interpretation für schlüssig. Daher stehe ich auch dazu.

                      Zur Anzahl der Evangelien:
                      Sorry, wir haben sogar mehr als sechs Evangelien. Allerdings wurden von den ersten christlichen Entscheidungsträgern lediglich vier knonisiert, also in die Bibel aufgenommen. Warum gerade diese vier, ist für mich noch heute eine Frage für sich, insbesondere was das letzte Evangelium betrifft. Denn Johannes bedient sich einer derart mystischen Sprache, die in ihrem Vokabular noch dazu an die Gnosis angelehnt ist, dass er heute sicher von manchen Christen lieber nicht in der Bibel zu finden wäre.

                      Den Vorttrag kannst du mir gerne nennen, das interessiert mich.

                      herzlich

                      Angelika

                    • Christina says:

                      Hallo Angelika,

                      du hebst vermutlich auf Vers 14 im Johannesprolog ab. Nur steht auch da nicht direkt Jesus.

                      Nein, ich meine keinen bestimmten Vers, sondern dass mit dem „Wort“ nur Jesus gemeint sein kann, ergibt sich einfach aus dem Zusammenhang im 1. Kapitel des Johannesbriefes. Es ist der logische Schluß daraus. ….Ich versuche es mal zu erklären. Mal schauen, ob es mir gelingt.

                      Also erstmal steht da in Vers 1, dass das Wort schon von Anfang an da war und das es Gott ist. Also1. Tatsache: Das Wort ist Gott! Weiter steht dann dort, dass durch das Wort alles geschaffen wurde. 2. Tatsache: Das Wort war also schon vor der Schöpfung da – es war präexistent. Dann steht da, dass in ihm das Leben war und dieses Leben das Licht der Menschen war. Und das dieses Licht in der Finsternis scheint. 3. Tatsache: Das Wort ist ebenfalls das „Licht“, von dem hier gesprochen wird. Dann ist plötzlich von Johannes dem Täufer die Rede, der von diesem Licht zeugte. Johannes der Täufer war ja der Bußprediger und Vorbereiter des Kommens Jesu. Dann steht da, dass dieses Licht in die Welt kam und die Welt es nicht erkannte und nicht aufnahm. 4. Tatsache: Jesus kam in die Welt und diese wollte nichts von ihm wissen.
                      Aber denjenigen, die ihn aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben.
                      Und dann kommt der Vers 14, auf den zu dich beziehst.

                      Ich fasse mal zusammen:

                      Wenn Jesus das „Licht“ ist und das Licht gleichzeitig das „Wort“ ist und das Wort (wie wir in Vers 1 sehen können) „präexistent“ war, dann folgt daraus, dass Jesus PRÄEXISTENT war.

                      Das eine ergibt sich aus dem anderen, weil im 1. Kapitel des Johannesbriefes immer von ein und derselben Person die Rede ist. War das jetzt für dich verständlich oder nicht?

                      Sorry, wir haben sogar mehr als sechs Evangelien. Allerdings wurden von den ersten christlichen Entscheidungsträgern lediglich vier knonisiert, also in die Bibel aufgenommen.

                      Zu dem Thema kann ich dir nur den von mir verlinkten Vortrag empfehlen.

                      Den Vorttrag kannst du mir gerne nennen, das interessiert mich.

                      Sorry, ich habe den Vortrag doch in meinem vorigen Kommentar verlinkt. Ist der denn hier nicht zu sehen? Bei mir auf dem Bildschirm ist er zu sehen. Ist ein YouTube Video. Aber es gibt ihn ebenfalls in der Sermon-Predigtdatenbank. Dann setze ich diesen Link jetzt noch mal hierein:

                      http://www.sermon-online.de/search.pl?lang=de&id=23309&title=&biblevers=&searchstring=&author=0&language=0&category=0&play=0&tm=2

                      PS: Jemand anderes, dem ich den Vortrag ebenfalls gestern habe zukommen lassen, schrieb mir: „Sehr guter Vortrag. Man merkt gar nicht, dass er über 2 Stunden dauert, so schnell vergeht die Zeit.“ 😉

                    • Christina says:

                      @ Angelika:

                      Oder gib bei YouTube mal ein: „Die erstaunliche Struktur der vier Evangelien“ by Roger Liebi. Dann kannst du den Vortrag vielleicht selbst aufrufen, wenn das hier anscheinend nicht klappt.

                      Grüße

                    • Christina says:

                      @ Angelika: Noch ein kleiner Hinweis:……..In dem Vortrag wird u. a. auch klar, warum nur Johannes von der Präexistenz Christi schreibt und die anderen Evangelisten das nicht erwähnen. Sehr interessant.

                • Harry says:

                  Sehr konkret wirst du auch hier nicht.

                  Meiner Meinung nach machst du es dir leicht, indem du Irrlehre für alles konstruierst, was deinen eigenen festgefahrenen Ansichten widerspricht. Dabei berufst du dich nur scheinbar auf die Bibel, in Wirklichkeit aber auf Dogmen und Bekenntnisse, die aber bekanntlich menschengemacht und damit fehlbar sein können und der Meinung anderer, wenn auch bekannterer Menschen/Kirchenlehrer/Dogmatiker/Theologen/Predigern entsprechen.

                  Nochmal: Im NT wird lediglich die Verleugnung Christi als Irrlehre bezeichnet. Alles andere sind lediglich Meinungsverschiedenheiten, die in liebevollem Dialog bearbeitet werden sollen.

                  Man ist kein besserer Christ, wenn man die richtige Erkenntnis vollkommen hat, sondern wenn man liebevollen Umgang untereinander pflegt. Ohne Abgrenzungszwänge.

                  Antworten
                  • Christina says:

                    @ Harry:

                    Nochmal: Im NT wird lediglich die Verleugnung Christi als Irrlehre bezeichnet.

                    Die Frage ist hier doch: Was ist Verleugnung? Habe ich weiter oben ja schon was zu geschrieben. Es gibt eine Stelle in Matth. 7, die mal jemand als die für ihn erschreckendste Stelle im NT bezeichnet hat. Da sagt Jesus zu Leuten im Endgericht, die ihn jahrelang mit „Herr“ angeredet haben (was für dich anscheinend schon Nichtverleugnung bedeutet), dass er sie nie gekannt hat. Diese Stelle wird oft so ausgelegt, als wären das alles nur Lippenbekenner gewesen, ohne Taten der Nächstenliebe. Und ein Glaube ohne Werke ist ja bekanntlich tot. Aber es stimmt nicht, dass sie keine Taten aufzuweisen hatten, denn sie hatten im Namen Jesu sogar Dämonen ausgetrieben und viele Wunder getan, wie sie ja zu ihrer Rechtfertigung vorbringen. Wer von uns könnte das von sich sagen. Und trotzdem sagt Jesus zu ihnen, dass er sie nie gekannt hat, also, dass sie nicht zu ihm gehören.

                    Was also bedeutet Verleugnung? Ich habe es oben mit meinen schwachen Worten (ich kann mich nicht so gut ausdrücken oder argumentieren wie Christian) versucht auszudrücken. Sicher unzulänglich, aber besser kann ich es nicht. Ich kann meine Gedanken oft nicht so gut in Worte fassen. Ich weiß es für mich selber, kann es aber anderen schlecht vermitteln.

                    Ich habe nie behauptet, dass man nur ein richtiger/besserer Christ ist, wenn man die richtige Erkenntnis vollkommen besitzt, Betonung auf „vollkommen“. Aber ein kleines Stück davon müßte man schon haben. Danach kommt das Wachstum.

                    Und gegen Irrlehren sollen wir uns sehr wohl abgrenzen. Kannst Du im NT nachlesen. Das hat sogar was mit Liebe gegenüber den Irrlehrern zu tun, würde ich mal sagen, ob du es glaubst oder nicht. Denn nur, wenn ich mich ihnen gegenüber abgrenze und mich von ihnen distanziere, kann ich ihnen deutlich machen, dass sie falsch liegen. Und wenn sie weiter auf ihrem Weg bleiben und nicht umkehren, verloren gehen werden.Vielleicht führt sie das zum Nachdenken. Also ist das „Liebe pur“. Wenn ich ihnen dagegen zu Munde rede und liebevollen Umgang pflege, demonstriere ich letztendlich, dass mir nichts an ihnen und ihrem Seelenheil liegt. Das ist eigentlich „Lieblosigkeit“, die sich mit angeblicher „Liebe“ tarnt. Aber das ist keine Liebe dem anderen gegenüber.

                    Antworten
                    • FlyingSoul says:

                      Okay Christina,

                      dann haben wir jetzt klar zwei Begriffe, die wir zuerst einmal klären müssten.

                      Was ist Verleugnung?
                      Was ist Liebe?

                      verleugne ich schon Christus, wenn ich die Sühneopfertheologie, die sich neben anderen Deutungen des Kreuzestodes in der Bibel findet, nicht nachvollziehen kann?

                      Wieso setzt du eigentlich Liebe mit „nach dem Munde reden“ gleich?
                      Ich kann jemandem, ohne ihn der Gemeinde oder meines Hauses verweisen zu müssen, deutlich sagen, dass ich sein Verhalten und sein Denken nicht gut finde. Das ist Liebe, weil ich ihn dann trotz unterschiedlicher Meinung ertrage, selbst wenn mich sein Verhalten und Denken schmerzt.
                      Ganz konkret:
                      Mein erwachsener Sohn hatte zu meinem Freund eine sehr schlechte Beziehung. Ich fand das alles andere als gut und das habe ich ihm auch gesagt. Aber ich habe ihn nicht des Hauses verwiesen, weil ich nämlich der Meinung bin, dass ich ihm damit meine Liebe entzogen hätte.
                      Mein Verhalten hat (nicht nur) für mich zu viel Leid geführt. Denn mein Freund konnte mich nicht verstehen, ich konnte ihm nicht vermitteln, warum ich nicht anders kann und nicht zuletzt daran ist unsere Beziehung zerbrochen.

                      Liebesentzug ist eine Handlung, die nachgewiesenermaßen zu schweren psychischen /seelischen Schäden führt. Also kann das nicht der richtige Weg sein.
                      Zudem:
                      Wenn ich jemandem meine Liebe entziehe, dann tue ich das nie aus Liebe. Man macht sich selber etwas vor, wenn man glaubt, man entziehe einem menschen die Liebe aus Liebe, nein, man tut das aus Verzweiflung und Zorn darüber, dass der andere nicht so ist, wie man ihn gerne hätte.
                      In der Bibel können wir lesen, dass Gott selbst anders handelt. Er entzieht nicht einmal in seinem gerechten Zorn die Liebe. Er bleibt der Heilige und stellt seine Liebe über alles. Ich kann dir dazu nur eine meiner Lieblingsstellen aus der Bibel empfehlen, nämlich Hosea 11

                      herzlich

                      Angelika

                    • Christina says:

                      Liebe Angelika, ich sage doch nicht, dass du jemandem deine Liebe entziehen sollst. Da haben wir uns wohl gründlich mißverstanden. Es ging in den ganzen Diskussionen hier doch darum, ob man die Wahrheit der Liebe opfern sollte? Ob die Liebe eine höhere Priorität hat als die Wahrheit? Und da habe ich gesagt: NEIN. Beide sind gleichwertig und nicht voneinander zu trennen. Lies nochmal meinen allerersten Kommentar. Ich glaube wir verzetteln uns jetzt hier nämlich ein bißchen bzw. drehen uns im Kreise.

                      „Liebe ohne Wahrheit ist nur eine Karrikatur.
                      Wahrheit ohne Liebe ist kalt und abstoßend.“

                      Deshalb gehören Beide zusammen. Wir sollen die Wahrheit in Liebe sagen und nicht aus vermeintlicher Liebe die Wahrheit verschweigen.

                      Können wir uns darauf einigen?

                    • Harry says:

                      Liebe Christina,

                      nach deinem Verständnis ist auch jemand ein Irrlehrer, der zwar an Gott glaubt, traditionell fromme Dinge tut,aber lieblos ist.

                      Das könnte man aus Matth. 7, 1-23 ableiten.

                      Matth, 7,23 Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen

                      Schlachter 2000 übersetzt hier grundtextnah mit „Gesetzlosen“.

                      Was sind denn Gesetzlose? Was ist denn das wichtigste Gesetz Jesu?

                      Matt. 7, 1-23 richtet sich damit an „pharisäerische“ Gläubige. Es wird herausgestellt, dass es böse und gute Werke gibt. Manche Fromme (mitunter wir alle) tun religiös vieles. Aber wenn es lieblos geschieht, ist es nichts wert.

                      Das ist für mich hier die Kernbotschaft.

                      Erstaunlicher Weise beginnt Jesus seine Ermahnungen so:

                      Matth. 7,1 Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!

                      Gott ist unausforschlich.

                      Ps 145,3 Der HERR ist groß und sehr zu loben, und seine Größe ist unausforschlich.

                      Jes 40,28 Weißt du nicht? Hast du nicht gehört? Der HERR, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt, sein Verstand ist unausforschlich.

                      Röm 11,33 O welche Tiefe des Reichtums sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Gerichte, und wie unausforschlich seine Wege!

                      Das sollte uns alle dazu führen, untereinander barmherzig zu sein, nicht vor der Zeit über andere, die genauso erst auf dem Weg sind wie wir, zu richten. Wir sind nicht Jesus.

                      Nebenbei ist aus Röm. 11,33 ersichtlich, wie unergründlich für uns auch die Gerichte Gottes sind. Wir haben kein Recht, darüber zu befinden, wer wozu verurteilt wird oder nicht.

                      Liebe Grüße
                      Harry

                  • FlyingSoul says:

                    Hallo

                    „Man ist kein besserer Christ, wenn man die richtige Erkenntnis vollkommen hat, sondern wenn man liebevollen Umgang untereinander pflegt.“

                    Es gibt keine besseren und schlechteren Christen, sondern nur Christen. Denn kein Mensch kann sich zum Christen machen, sondern wird zum Christen gemacht.
                    Christ heißt nämlich „der Gesalbte“. Das ist ein passiver Begriff. Wir sind in unsrem Christsein voll und ganz auf Gottes Gnade angewiesen.

                    Das ist auch der Grund, weshalb jeder Christ nach all seinen Kräften lieben soll, aber zugleich von keinem anderen als schlechterer Christ bezeichnet werden darf, nur weil er weniger liebesfähig ist als der andere es sich erwarten würde. Wie weit ich lieben kann, ist abhängig davon, wie sehr Gott mich für seine Liebe öffnet. Wie eben die Blüte einer Blume auch nur so weit geöffnet ist wie die Sonne es zulässt.

                    Das ist auch der Grund, weshalb wir unsere Feinde lieben sollen. Andersdenkende/-handelnde empfinden wir sehr schnell als Feinde. Denn sie könnten ja von Satan geschickt worden sein…

                    herzliche Grüße

                    Angelika

                    Antworten
                • Harry says:

                  Hmm… ich hatte hier eben einen Kommentar angehängt.
                  Er erscheint nicht.
                  Habe ich mich bei der Emailadresse vertippt, oder bin ich gesperrt?

                  Antworten
                  • Rolf Krüger says:

                    Keins von beiden. Du hattest vor deinen Namen noch etwas anderes gepackt. Dadurch war der Beitrag in der Freischaltung gelandet.

                    Antworten
  6. peyra says:

    DANKE hierfür!!!!

    Antworten
  7. FlyingSoul says:

    Hallo Rolf,

    ich lese deinen Artikel jetzt schon zum x-ten Male, vermutlich aufgrund derzeitig eigener großer Betroffenheit. Es stellt sich mir dabei mehr und mehr die Frage, was ist das eigentlich, ihrem Wesen nach, die Liebe?
    Gerade kaue ich an dieser Passage:

    „Die Liebe aber sagt: Sobald Menschen unter unserer Theologie oder unserer Ethik leiden, muss irgendwas an dieser Theologie oder Ethik falsch sein. Nicht, wenn sie lediglich unbequem für ihn ist, sondern wenn er darunter leidet. Jesus drückt es so aus: Die Essenz des Glaubens ist es, Gott zu lieben von ganzem Herzen und unseren Nächsten wie uns selbst. Alles andere ordnet sich diesen beiden Sätzen unter. (Mt. 22, 37-40)

    Natürlich kann es Situationen geben, in denen dem Kind die dringend nötige Medizin nicht schmeckt. Aber dann bedarf es zumindest immer einer genauen und persönlichen Beschäftigung mit der jeweiligen Person und ihrer Situation. Pauschalen sind selten liebevoll. Und liebevoll das sollten wir als Nachfolger Christi schon sein – nicht idealerweise, sondern zuallererst und als Grundlage von allem anderen Denken und Handeln.

    Der einzige gangbare Weg für konservative Christen in dieser Frage ist vermutlich dieser: Sie müssen sich trauen, die Liebe über ihre Glaubensüberzeugung zu stellen. Und darauf vertrauen, dass Gott ebenso handeln würde oder es zumindest billigt, dass wir die Liebe über die Lehre stellen.“

    Da wird wohl vermutlich jeder zustimmen. Aber:
    Was ist der Unterschied zwischen „lediglich unbequem für jemanden sein“ und „darunter leiden“?
    Die Liebe über die Lehre zu stellen – ist das nicht auch ein ethischer Grundsatz?
    Wie genau und persönlich muss ich mich mit der jeweiligen Person und ihrer Situation beschäftigen?
    Und zuletzt: Wie sieht das mit dem Leiden aus? Wie ist das, wenn ich unter der genauen und persönlichen Beschäftigung mit der jeweiligen Person und ihrer Situation zu leiden beginne? Muss ich mich diesem Leid als Christ bis in den Tod aussetzen (Stichwort Kreuzesnachfolge)?

    herzliche Grüße

    Angelika

    P.S: ich möchte das Thema gern erweitert sehen von den zwischenmenschlichen Beziehungen in und zwischen Gemeinden auf zwischenmenschliche Beziehungen überhaupt…

    Antworten
  8. Christina says:

    Hallo Angelika, bist du noch da? Mich würde mal interessieren, ob du dir den Vortrag wirklich angehört hast und ob er dein bisheriges Denken bezüglich der Evangelien (besonders des Johannesevangeliums, von dem du ja nicht so viel gehalten hast) verändert hat?

    Viele Grüße
    Christina 🙂

    Antworten

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