Meinen Glauben kann nichts angreifen, denn es ist nicht mein Glaube

Martin Schleske, Geigenbaumeister und Buchautor, war Referent auf dem am Samstag zu Ende gegangenen Willow Creek Leitungskongress in Leipzig. Ein sehr beeindruckender Mann. Hier ein Auszug aus einem Interview mit ihm:

Es kommt nicht so sehr auf unseren Standpunkt an, sondern vielmehr auf den Zustand, in dem wir uns befinden. Wir verdrehen manchmal die Seligpreisungen Jesu im Sinne von „Selig sind, die eine reine Lehre haben, denn sie werden Gott verstehen.“ Unsere Lehrmeinungen, die dann unsere Standpunkte ausmachen, sind oft eine Angstkonstruktion. Ich meine, mich schützen zu müssen gegen die andere Meinung, denn die greift ja meinen Glauben an. Und ich würde sagen: Meinen Glauben kann gar nichts angreifen, denn es ist nicht mein Glaube. Es ist das Ergebnis dessen, was Gott in mir schafft. Es ist ein Schöpfungsakt, der aus der Liebe. Man  muss den Glauben auch loslassen können und sagen können: Ich bin gerade in einer großen Unsicherheit. Und ich lasse es. Und ich warte was Gott neu entstehen lässt. Das dann die Zustände des Glaubens die viel wichtiger sind als die festgelegten Angstkonstruktionen.

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