Was Geld mit uns macht (oder auch nur das Gefühl, mehr zu haben als der andere)

Geld verdirbt den Charakter – das Sprichwort kennen wir. Zwei Wissenschaftler von der Berkley-Universität in Kalifornien haben jetzt in einer Studie genau das untersucht. Das Ergebnis: Das Verhalten ändert sich mit dem Reichtum – in beide Richtungen.

Die Wissenschaftler fanden heraus (siehe das Video oben), dass reiche Menschen mit höherer Wahrscheinlichkeit gegen Straßenverkehrsregeln verstoßen, Bonbons nehmen, die für Kinder gedacht waren und schummeln, wenn sie das richtige würfeln sollen, um $50 zu bekommen.

Allerdings – und das ist das Interessante: Die selben Gesetze gelten, wenn sich diejenigen nur reich fühlen. Dazu haben die Wissenschaftler ein besonderes Monopoly-Spiel entwickelt, bei dem per Losverfahren ein Spieler zwei Würfel und mehr Ausgangsgeld und der andere nur einen Würfel und weniger Startkapital hat. Die „reicheren“ Spieler verhielten sich regelmäßig dominanter, herrischer und zeigten weniger großzügig gegenüber ihren Mitspielern als die „armen“ Spieler. Das vollzog sich bis hin in die Körpersprache.

Doch damit nicht genug: Es genügte, einem „reichen“ Spieler die Privilegien zu reduzieren, um ihn kooperativer und hilfsbereiter gegenüber seinen Mitspielern zu machen.

Jetzt ist es also wissenschaftlich bewiesen: Geld macht fies. Geld abzugeben aber macht uns im wahrsten Sinne zu besseren Menschen. Sicher auch deshalb hat Jesus den reichen Jüngling weggeschickt. Er ahnte, dass der es schwer haben würde, sich gegenüber den Armen und Kranken so zu verhalten, wie Jesus es vorgelebt hat.

Was heißt das für uns? Immerhin sind wir eine der reichsten Nationen der Erde…

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