Denkmuster

In China werden nach wie vor Christen unterdrückt. In Peking gibt es eine Gemeinde aus 500 Menschen, die seit einem Jahr Sonntag für Sonntag versuchen, Gottesdienst zu feiern und die Sonntag für Sonntag von mehreren tausend Polizisten in drei Schichten daran gehindert werden.

Man fragt sich: Was hat die Chinesische Führung eigentlich gegen Christen? Die Antwort: Sie passen nicht in ihr Weltbild.

Die Führung der Sowjetunion und der DDR vermutete zur Zeit des kalten Krieges hinter allem, was im Westen passierte, einen Plan. Ganz so, wie es bei ihnen selbst der Fall gewesen wäre. Dass Menschen frei und unkoordiniert politisch agieren, ohne dass der Staat etwas anordnet, das kam in ihren Denkmustern der Planwirtschaft und ihrer Sicht der Welt nicht vor.

Deswegen fühlt sich auch heute die chinesische Führung so brüskiert, wenn ein Staatsbesuch von Protesten begleitet ist. Es passt kaum in ihr Denken, dass sie nicht der Staat organisiert hat, den sie gerade besuchen. Oder dass der Staat wenigstens die Proteste toleriert, was er sonst (natürlich) nicht machen würde.

An solche Fragen wurde von der DDR-Führung und wird von den Chinesischen Kadern nicht mit Vernunft heran gegangen. Dass ein Staat es zulässt, dass jemand frei protestieren kann, passt(e) einfach nicht in das kommunistisch geprägte Weltbild. Sie waren und sind darin gefangen. Deshalb sind auch die friedlichen Christen in Peking ihre Feinde.

Wenn Menschen aber so in ihrem von Kind an gelernten Weltbild gefangen sein können, was bedeutet das für unsere eigene, christliche Sicht auf die neuen Fragen der Menschheit, der Globalisierung, der Postmoderne? Was bedeutet das für unsere Interpretation der Heiligen Schrift im Licht der gesellschaftlichen Veränderungen? Was prägt unser Verständnis von Bibeltexten mehr: Der gesunde Menschenverstand oder unser anerzogenes Weltbild?

Sollten das deine Freunde auch lesen? Teile es!

Kommentare

Comments are closed.

Hinterlasse eine Antwort auf den Artikel

Die Datenschutzerklärung findest du hier.
a