Wenn Gott alles in allem ist, wie das neue Testament es mehrfach betont, dann ist Gott auch im Baum, im Müsli und im Schuh. Natürlich essen wir nicht Gott, wenn wir Müsli essen und natürlich beten wir keinen Baum an. Aber so wie wir den Künstler im Kunstwerk erkennen, so finden wir Gott in seiner Schöpfung. Und auch in dem, was seine Schöpfung hervorbringt, dem Werk unserer Hände. Am glanzvollsten freilich wird das Zeugnis, wenn der Mensch seine Kreativität nutzt, um aus den Rohstoffen Gottes etwas wunderschönes Neues zu erschaffen. So wird er seinem Schöpfungs-Auftrag gerecht: „Mehrt euch und nehmt Verantwortung für die Erde und die Lebewesen darauf wahr.“ So zeugt selbst der Schuh, den wir tragen und wieder wegwerfen, von der Größe und Kreativität Gottes. Und wenn der Mensch die Körner des Feldes und die Beeren des Waldes zu einem leckeren Müsli mixt, dann kann man – wenn man aufmerksam ist – Gottes Liebe morgens auf seiner Zunge schmecken.
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