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„…nicht mit der Bibel vereinbar…“?

Heute bin ich über einen Blogbeitrag gestolpert, der leider typisch ist für eine verbreitete Haltung unter Christen. Eine Haltung, die es sich aus meiner Sicht zu einfach macht und damit der Komplexität des Lebens (und damit auch des christlichen Glaubens) nicht gerecht wird.

Der kurze Blogeintrag (ich verlinke ihn bewusst hier nicht, weil ich niemanden persönlich ans Bein pinkeln will) beschäftigte sich mit einem Buch, dass eine bestimme übliche Dogmatik hinterfragt. Der Blog enthielt unter anderem diesen Satz:

„Er hat auch ein Bild von […], eines, dass allerdings nicht wirklich mit der Bibel vereinbar ist.“

Aus meiner Sicht offenbart sich an diesem kurzen Satz ein Kernproblem im Umgang mit… nein, nicht mit der Bibel! Sondern mit den eigenen Überzeugungen.

Ich bin überzeugt davon, dass es eine absolute Wahrheit gibt, bzw. besser gesagt eine Wirklichkeit – die Griechen (und damit die Autoren des NTs) unterschieden nicht zwischen (abstrakter) Wahrheit und (nachprüfbarer) Wirklichkeit. Das griechische Wort dafür ist dasselbe.

Genauso überzeugt bin ich aber davon, dass wir Menschen diese Wahrheit oder Wirklichkeit nur stückchenweise und nie in ihrer Gesamtheit erfassen. Unsere Sicht auf die Wahrheit ist immer von unserer gesellschaftlich-theologiegeschichtlichen Brille geprägt und es spielt damit auch immer das hinein, von dem wir geprägt sind, was unsere Denkweise bestimmt.

Ich hoffe, dass wir dereinst im Himmel die Brille abnehmen können und alles klar sehen. Im Moment ist dies aber noch nicht so, wie auch Paulus im ersten Korintherbrief schreibt: „Jetzt erkenne ich nur Bruchstücke, doch einmal werde ich alles klar erkennen, so wie Gott mich jetzt schon kennt.“

Nicht von ungefähr stellt dieser Satz genau den Höhepunkt dieses berühmten Paulus- Kapitels über die Liebe dar. Denn genau im Streit um die Erkenntnis zeigt sich, wie es um die Liebe steht.

Das bedeutet: Der obige Satz aus dem Blog hätte aus meiner Sicht heissen sollen:

eines, dass allerdings nicht wirklich mit der traditionellen/üblichen/anerkannten Sicht auf die Bibel vereinbar ist.“

Es lohnt sich, in aller Liebe darüber zu streiten, was wahr ist. Die Frage kann aber nie sein: Was ist Wahrheit?, sondern muss immer sein: Welche Sicht auf die Wahrheit kommt ihr am nächsten?

Damit begeben wir uns nie in die Situation, dass der eine glaubt, er würde die Bibel gegen einen anderen, einen Häretiker, verteidigen. Beide Diskutanten begeben sich stattdessen auf die gleiche Ebene, was per se eine angemessenere Haltung für einen sich in Demut übenden Christen ist, als der Blick von oben herab.

Das einzige, was dann infrage gestellt wird, ist unsere Sicht auf die Wahrheit, unsere Interpretation der biblischen Schriften, unsere Auslegung.

Ich weiß, dass es für viele angenehmer ist, klare Wahrheiten zu definieren und diese unumstößlich zu zementieren. Aber damit zementieren wir eben auch immer unsere aktuelle Brille, unsere Perspektive mit ein. Die Wirklichkeit ist für uns nicht direkt erfassbar.

Alles andere ist unaufrichtig, eine Überhöhung der eigenen Erkenntnis auf das Level von Wahrheit. Da aber Menschen fehlbar sind, ist wenigstens das definitiv nicht mit der Bibel zu vereinbaren 😉

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Kommentare

30 Kommentare auf "„…nicht mit der Bibel vereinbar…“?"

  1. hajo says:

    wenn ich aber alle auslegungen der wahrheit- sprich bibel-
    als wahrheit anerkenne, wird sie auf dem flohmarkt verschachert

    Antworten
    • Rolf Krüger says:

      Hallo Hajo,

      Wer sagt denn, dass es darum geht, alles als Wahrheit anzuerkennen?

      LG,
      Rolf

      Antworten
      • hajo says:

        >>Unsere Sicht auf die Wahrheit ist immer von unserer gesellschaftlich-theologiegeschichtlichen Brille geprägt und es spielt damit auch immer das hinein, von dem wir geprägt sind, was unsere Denkweise bestimmt.<<

        mein kommentar stand nicht wirklich im wiederspruch zu dem artikel. ich stimme durchaus mit dieser aussage überein.
        ich bin in dieser ^gesellschaftlich-theologiegeschichtlichen^ geselschaft aufgewachsen. doch noch heute versuche ich mich aus diesem gedankengut zu befreien. auch freikirchen haben viel von diesen irrlehren übernommen. gerade habe ich einen ^bericht^ über festlegungen gesehen, die vorschreiben, was wir christen zu glauben haben.. da hilft eine titulierung als ^Häretikerbrut^ nicht wirklich..

        Antworten
  2. Onkel Toby says:

    Ich glaube, es gibt für das o.g. Pauluszitat eine ‚moderne‘ und eine ‚postmoderne‘ Auslegung: Erstere behauptet, die Bruchstücke, die man erkennen könne, seien dann aber immerhin „die Wahrheit“; Letztere könnte (u.a.) meinen: Die Bruchstücke sind bestenfalls eine subjektive Erfassung ebendieser bzw. haben schlechtestenfalls analogen Charakter (oder, wie es in den 90gern bei jeder sich bietenden Gelegenheit so schön hiess: Das bruckstückhafte Erkennen bietet „die Bedingung der Möglichkeit“ der Erfassung der Wahrheit“.)

    Markiert dieser Übergang nicht auch die Bruchstelle, an der die neue Realität Gottes zur bloßen Religion verkommt? Lacan schrieb: „Es ist die Welt der Worte, die die Welt der Dinge schafft.“ Das zu akzeptieren wäre vielleicht ein erster Schritt, den ‚Fluch der Orthodoxie‘ hinter sich zu lassen und seine Zeit besser in einer Suppenküche zu investieren, als sich über die Häretikerbrut aufzuregen..

    Antworten
    • hajo says:

      wenn ich wiki annähernd glauben schenken darf, halte ich den begriff ^Häretikerbrut^ doch für ein schimpfwort, mit dem die Orthodoxie ihre irrlehre zu verteidigen versucht. hier wird augenscheinlich versucht dieses zu unterstützen..schade eigendlich

      Antworten
  3. PhyshBourne says:

    das erinnert mich an den berühmten brief an dr. laura schlssinger…

    Antworten
  4. PhyshBourne says:

    die auseinandersetzung darum, was die rechte auslegung und lehre sei, ist so alt wie die geschichte g-tte mit seinen menschen… und nicht immer waren übrigens diejenigen, die die rechte lehre verteidigten, im unrecht… 😉

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  5. PhyshBourne says:

    ich verstehe den gegensatz nicht?

    Antworten
  6. hajo says:

    das ist jetzt nicht wahr, oder…?

    Antworten
  7. PhyshBourne says:

    doch… warum?
    ich sehe kirchliche, in einem fall lutherische, lehre als gut biblisch an…

    aber ich habe den brief für dich noch ‚mal im netz in einer übersetzung gefunden:

    ————

    Der Brief:

    Dr. Laura Schlessinger ist eine US-Radio-Moderatorin, die Leuten, die in ihrer Show anrufen, Ratschlage erteilt. Kürzlich sagte sie, als achtsame Christin, dass Homosexualität unter keinen Umstanden befürwortet werden kann, da diese nach Leviticus 18:22 ein Greuel wäre.
    Der folgende Text ist ein offener Brief eines US-Bürgers an Dr. Laura, der im Internet verbreitet wurde.

    Liebe Dr. Laura
    Vielen Dank, dass Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen. Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Moses 3 (Leviticus) 18:22, wo klargestellt wird, dass es sich dabei um ein Greuel handelt. Ende der Debatte. Ich benötige allerdings ein paar Ratschlage von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind.

    a) Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?

    b) Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?

    c) Ich weiß, dass ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev. 15:19-24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich hab versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.

    d) Lev. 25:44 stellt fest, dass ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, dass würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?

    e) Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2 stellt deutlich fest, dass er getötet werden muss. Allerdings: bin ich moralisch verpflichtet, ihn eigenhändig zu töten?

    f) Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie Muscheln oder Hummer, ein Greuel darstellt (Lev. 11:10), sei es ein geringeres Greuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu. Könnten Sie das klarstellen?

    g) In Lev. 21:20 wird dargelegt, dass ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muss zugeben, dass ich Lesebrillen trage. Muss meine Sehkraft perfekt sein oder gibt es hier ein wenig Spielraum?

    h) Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das eindeutig durch Lev. 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?

    i) Ich weiß aus Lev. 11:16-8, dass das Berühren der Haut eines toten Schweins mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Fußball spielen, wenn ich dabei Handschuhe anziehe?

    j) Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Lev. 19:19 weil er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüber hinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind (Baumwolle/Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht oft. Ist es wirklich notwendig, dass wir den ganzen Aufwand betreiben, das komplette Dorf zusammenzuholen, um sie zu steinigen (Lev. 24:10-16)? Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen, familiären Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern schlafen? (Lev. 20:14)

    Ich weiß, dass Sie sich mit diesen Dingen ausführlich beschäftigt haben, daher bin ich auch zuversichtlich, dass Sie uns behilflich sein können. Und vielen Dank nochmals dafür, dass Sie uns daran erinnern, dass Gottes Wort ewig und unabänderlich ist.

    Ihr ergebener Jünger und bewundernder Fan Jake

    ————

    Antworten
  8. hajo says:

    es ist müßig, als jünger jesu, das gesetz yahwe an sein folk israel,
    auf die christen als verbindlich anzuwenden. sowohl von der einen, als auch von der anderen seite.
    und da sind wie auch wieder bei dem ausgangsthema: die kirche sagt: die 10 gebote haben für uns christen voller gültigkeit! das schabatgebot jedoch, wird zu einem sonntagsgebot vergewaltigt.
    des weiteren wird behauptet, das jesus am sonntagmorgen auerstanden sei.. was sagt die bibel?
    das sind nur zwei argumente für falschaussagen der kirche.. welcher konfession auch immer..
    auch in ^meiner^ gemeinde, baptisten, (freikirche) ist diese meinung gültig.

    Antworten
  9. hajo says:

    ohja, vielen dank für die übersetzung: diese geschichte kannte ich allerdings schon. obwohl sie von gegnern gegen die christen angewand wird , finde ich sie sehr passend..

    Antworten
  10. PhyshBourne says:

    ich lass‘ das ‚mal so unkommentiert stehen… 😉

    Antworten
  11. hajo says:

    oh, ich wollte niemanden wegen seines glaubens diskriminieren, oder gar verletzen. auch liegt es mir fern, jemanden von seinem glauben abzubringen.. wie immer der auch gelebt wird.
    wenn aber die aussagen der bibel verdreht werden, misch ich mich ein…

    Antworten
  12. PhyshBourne says:

    und da drehen wir uns im kreis… auch du hast ein bestimmtes verständnis mit bestimmten axiomen und prämissen… und da könnte es sein, dass wir nicht so schnell übereins kommen… ;-))

    Antworten
  13. hajo says:

    sicherlich verstehe ich schabat nicht als sonntag..
    und die auferstehung kann durchas am tag vor der ankunft der frauen am grab gewesen sein.. um bei den beispielen zu bleiben.
    ob jesus aber 3 tage und 3 nächte geagt hat, oder wie in der kirche behauptet wird : 3 tage und 2 nächte ( freitag abend bis sonntag morgen) ist keine verstäntnisfrage, sonderndie unterstellung, das jesus gelogen hat…
    die art und weise meinen glauben zu leben bleibt davon unberührt.

    Antworten
  14. PhyshBourne says:

    in „der“ kirche wird gar nichts behauptet, weis es „die“ kirche gar nicht gibt… ;-))
    mir pauschalurteilen kommen wir hier nicht weiter…
    sagt dir die alte unterscheidung von fides qua und fides quae intellectum und der fides quaerens intellectum ‚was?

    Antworten
  15. hajo says:

    pardon, °kirche^ war nur die abkürzung von kirchlicher lehre, um die es hier geht.
    wenn allerdings GOTTES WORT als ^axiomen^ bezeichnet wird, ist es in der tat keine gesprächsgrundlage. dann drehen wir uns wirklich im kreis und beginnen von vorn: jeder darf nach seinem gutdünken die schrift auslegen..

    Antworten
  16. PhyshBourne says:

    es gibt auch nicht *die* kirchliche lehre… und für die auslegung der schrift gibt es klare kriterien…
    wenn du sagts, die bibel sei g-ttes wort, dann ist darüber noch nichts gesagt, was das praktisch heisst, auf welche weise sie ausgelegt werden soll – auf welche weise sie es ist?
    nimmst du sie wortwörtlich?
    dann hätte der oben genannte jake recht.
    nimmst du sie allegorisch?
    dazu kommt, dass, um sie recht zu verstehen, es der über-setzung bedarf.
    jede zeit hatte ihre fragen, und nicht immer haben sie die rechte antwort aus der bibel extrahiert.
    es gibt fragen, auf die die bibel überhaupt keine antworten gibt.
    wobei es zudem im leben oft eh keine einfachen antworten gibt…
    weiterhin verstehst du die die bibel nicht, wie sie dereinst gemeint war.
    du sprichst kein aramäisch, hebräisch oder koine-griechisch.
    du lebst nicht zu den zeiten, in denen die bibel geschrieben wurde, deine umwelt und denkweise ist eine völlig andere als die der menschen damals.
    ausserdem finde ich es doch ein klein wenig überheblich, 2000 jahre geschichte der menschen mit dem lebendigen g-tt ignorieren zu wollen – und das ringen um das rechte verständnis der schrift.
    die leute damals waren auch nicht dumm.
    und waren auch gläubig.
    es ist leicht, sich darüber zu erheben, aber nichtig.
    wir sind in dem, was wir von der bibel verstehen, auch nur zwerge, die auf den schultern von riesen stehen – und dein verständnis von bibel und lehre hast du auch nur von anderen.
    es geht darum, darüber im gespräch zu bleiben, zu fragen und um antworten zu finden, wie die schrift jetzt heute zum wort g-ttes werden kann.
    natürlich ist sie es per se, aber wenn sie es nicht je und je neu wird, hilft das gar nichts…
    aber ich fürchte, es ist müßig, darüber reden zu wollen, denn du wirst mich nicht überzeugen können, und ich fürchte, ich habe wenig chancen, gehört zu werden.
    vaya con dios!

    Antworten
  17. hajo says:

    ich habe dich sehr wohl ^gehört^ . auch habe ich mir viel zeit genommen deine ausführungen zu studieren. ich bin überaus erstaunt über deine menschenkentnis . aus fehlenden englischkentnissen auf alle weiteren sprachen zu schließen..
    mich in dein denkmuster zu schließen..
    andersdenkende als jake und überheblich und ignorant abzutiteln ist eher kirchendenken, (ich bin darin aufgewachsen) als der umgang mit brüdern im heiligen geist g-ttes. (respekt vor dem namensmißbrauch)
    seis drum. eines allerdings würde mich noch brennend interessieren, bevor sich unsere wege, hoffendlich in frieden, trennen: welcher glaubensgemeinschaft fühlst du dich zugehörig.

    Antworten
    • Wolfram says:

      Das Wort „Gott“ ist, mit Verlaub, kein Name. Ebensowenig wie „Mensch“. Wes rühmst du dich da gerade?

      Und bezeugt nicht die Schrift, ich gehe auf einen Kommentar von dir ein, der etwas weiter oben steht, eben NICHT, daß SIE SELBST Gottes unverrückbares Wort sei, sondern vielmehr Jesus, den Christus, als das Fleischgewordene Wort Gottes?

      Mit den Schablonen, die du aufstellst, tust du leider genau das, was du anderen vorwirfst: du teilst ein in Rechtgläubige oder Rechthandelnde und in Irrende. Gib acht: mit dem Maß, mit dem du mißt, wirst auch du einst gemessen werden.

      Mit einem Gruß an die Nordsee.

      Antworten
  18. PhyshBourne says:

    nein, von deinen fehlenden englishkenntnissen hab‘ ich nichts geschlossen, da fühle ich mich doch fehlinterpretiert…
    mir ging es darum deutlich zu machen, dass über-setzen viel mehr ist als einfach worte von einer sprache in die andere sprache zu übertragen, um wirklich verstanden zu werden.
    aber darum ging es gar nicht, sondern darum, dass es keine unmittelbarkeit zu den texten der heiligen schrift gibt.
    deshalb hat luther ja völlig zu recht die fünf solae eingeführt…
    und ich finde jetzt irgendwie nicht den teil, wo ich andersdenkende wie jake bewertet habe…
    ich bin übrigens *nicht* im kirchendenken aufgewachsen, im gegenthum… ich bin absolut atheistisch groß geworden (wir sind nicht ‚mal zu weihnachten in die kirche gegangen)…
    meine ersten christlichen prägung war eher reformiert (/freikirchlich), bin auch erst mit 24 zum glauben gekommen – der enge („hast du dich auch bekehrt? sonst kannst du kein richtiger christ sein!“) bin ich erst durch luther’s lehren entkommen…
    als jemand, der im osten der republik lebt, habe ich eine gewisse zurückhaltung gegenüber allem, was mit einem absolutheitsanspruch daherkommt… insofern habe ich auch eine gewisse zurückhaltung gegenüber allem, was nach http://de.wikipedia.org/wiki/Biblizismus riecht…
    ich entschuldige mich, wenn ich mich nicht verständlich genug ausgedrückt haben sollte.

    Antworten
  19. hajo says:

    dann will ich zunächst einen gruß von ossi zu ossi senden.
    ich lebe im schönen flachen ostfriesland. und diese bewohner nennt man eben ossi´s
    ich erkenne, daß wir uns aneinander vorbeiverstehen.
    und ich freue mich, daß meine interprätation falsch war.
    mir ist klar, daß in der sprache -leben- denken muß, um zu verstehen. ich bin auf dem weg dort hin.
    kleiner exkurs: ich stelle ein handwerk auf mittelalter-veranstaltungen dar. hier ist sowohl historisches ^wissen^,
    als auch die fähigkeit gefragt, sich in die köpfeder damals lebenden menschen zu versetzen. so auch hier: ich lese die bibel unter 4 W- wer hat wann zu wem was gesagt.-
    so muß ich mir gedanken machen, wie wer wann und wo gelebt hat. das halte ich für die voraussetzung zum verständnis.
    mit dem begriff – Biblizismus – müssen wir beide nicht umgehen.
    ich denke unser gespräch hat eine eigendynamik bekommen, worüber ich nicht unglükklich bin.
    aber es macht auf mich den eindrukk, dich angegriffen zu haben.?. dem ist nicht so.!!
    ich denke jeder einzelne mensch, jedes einzelne geschöpf g-ttes hat seine berechtigung so mit dem schöpfer in einklang zu leben wie er meint, es richtig zu finden.
    es sind die aussagen die der bibel zugeschrieben werder, aber nicht zutreffen.
    auch ich bin geschöpf g-ttes. auch ich behalte mir dieses recht vor. und ich werde mich hüten, in irgendeiner weise jemandem auch nur im ansatz vorschriften machen zuwollen, wie , oder gar wann er sich zu ^bekehren^ hat.
    ich kann niemanden überzeugen. das muß schon jeder für sich selber tun.
    in diesem sinne : der HERR segne deinen ausgang und eingang von nun an, bis in ewigkeit.
    gr hajo

    Antworten
  20. PhyshBourne says:

    freut mich, hajo, dass wir im diskurs dann doch beieinander sind… 🙂

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