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Der theologische Sommer wird heiß: Wer schmort in der Hölle…?

Ich finde es spannend, dass zur Zeit noch einmal ganz grundlegende theologische Fragen durchgearbeitet werden, aber diesmal nicht von den „bösen Liberalen“ 😉 sondern von ganz frommer Seite.  So beschäftigt sich die Emergent-Bewegung im April im kleinen Kreis mit dem „Kern des Evangeliums“, man liest vermehrt Blogeinträge zu diesem Thema. Autoren wie Brian McLaren habenin den letzten Monaten spannende Bücher dazu herausgebracht.

Und nun kommt Ende März das neue Buch von Rob Bell: „Love wins. A Book About Heaven, Hell, and the Fate of Every Person Who Ever Lived.“ Bezeichnenderweise ist auf dem Cover der Titel unter dem Claim angeordnet. Damit ist die Programmatik des Buches schon klar: „Love wins!“.

Entsprechend legen schon mal die Bell-Kritiker die Steine bereit. Das Thema wird bestimmt auch bei uns hochkochen, nicht zuletzt  weil der Steve Jobs der Prediger ja im Mai auf dem Willow-Jugendmitarbeiterkongress in Düsseldorf erwartet wird.

Einen ersten Eindruck kann man sich im obigen Video zum Buch verschaffen.

Und zur gepflegten weitergehenden Lektüre seien diese Gedanken von Peter Aschoff empfohlen…

Sollten das deine Freunde auch lesen? Teile es!

Kommentare

6 Kommentare auf "Der theologische Sommer wird heiß: Wer schmort in der Hölle…?"

  1. Nathanael says:

    Welch schönes Video. Ich finde es extrem wichtig, dass „ganz grundlegende theologische Fragen“ nochmals angesprochen werden. Ich bin selbst auch davon überzeugt, dass Gott alle Menschen retten will. Denn wer kann ihn schon von seinem Willen abhalten?

    welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. (1. Timotheus 2:4)

    Also kann ich doch annehmen, dass wenn Gott will, dass er seinen Willen auch durchsetzen kann und wird?!
    Gottes Segen
    Nathanael

    Antworten
  2. Janchen says:

    Die Betonung liegt auf …will… Got will alle Menschen retten.

    Da steht nichts von Gott …wird… retten.

    Antworten
  3. Nathanael says:

    Hey Janchen,
    klar will Gott alle Menschen retten. Denkst Du nun, dass der Wille eines Menschen etwa grösser ist als der Wille Gottes? Wer soll Gott von seinem Willen abhalten? Ich denke wenn der allmächtige Gott will, dann wird er auch oder?
    LG Nathanael

    Antworten
  4. „Love wins“: Rob Bell legt den Finger in die Wunde | Auf ‘n Kaffee says:

    […] wins“ wurde bereits vor seinem Erscheinen heftig kritisiert – angezettelt durch einige provokante Fragen im Promovideo zum Buch: Wird Ghandi in der […]

    Antworten
  5. Stefan says:

    Gott hat jedem einen freien Willen gegeben, sich für Dinge zu entscheiden. Ich habe den freien Willen, entweder Jesus und seine Botschaft anzunehmen oder ihn abzulehnen. Das bezieht sich jedoch auf die ganze Botschaft. Ich darf nicht Dinge weglassen, die mir nicht passen. Wichtig ist also, was die Bibel über Liebe, Himmel und Hölle sagt. Wir müssen alles, was Rob Bell sagt, auch überprüfen.

    Antworten
    • Harry says:

      Was sagt die Bibel denn über die „Hölle“?

      Einfache Untersuchungen mithilfe des Grundtextes bezüglich der Verwendung des Begriffs „Ewige Hölle“ in der Bibel anhand verschiedener Übersetzungen haben ergeben:

      1. Der Begriff „Hölle“ wird den entsprechenden Begriffen des Grundtextes nicht gerecht.
      Im Grundtext werden immer konkrete Begriffe verwendet, deren Sinn ursprünglich nicht die Bedeutung von „ewiger Hölle“ haben, wie sie heute vielfach verstanden wird.

      2. Jesus verwendet nach dem Grundtext praktisch immer den Begriff „Gehenna“ anstelle von „Hölle“. Dieser Begriff hat eine bestimmte Bedeutung. Diese Bedeutung wird im Alten Testament in Jeremia 7, 30-33 erklärt. Dies wird in Jesaja 66, 24 aufgegriffen. Darauf bezieht sich mMn Jesus, wenn er den Begriff „Gehenna“ im Grundtext der Evangelien verwendet. Dort im Tal Ben Hinnom/Gehenna, Nähe Jerusalem, werden nach Gerichten LEICHEN verbrannt.
      Es ist Gott zudem ein Gräuel, dass Menschen lebendig ins Feuer geworfen werden. Jeremia 32,35.

      3. Jesus verwendet in den Evangelien nicht selbst das Attribut „ewig“ im Zusammenhang mit „Hölle“.

      4. Die Lutherübersetzung von 1984 bringt den Begriff „Hölle“ bzw. „höllisch“ insgesamt noch 20 mal.

      5. Die Schlachter 2000 Übersetzung bringt den Begriff „Hölle“ bzw. „höllisch“ in der gesamten Bibel nur noch 12 mal und zwar nur im NT.

      6. Die Auffassung, dass Jesus „unzählige“ Male über die „Hölle“ geredet habe, ist falsch.
      Oft werden die Mehrfachnennungen in den Evangelien mitgezählt. In Matthäus finden sich die meisten Nennungen von „Hölle“. Wenn man die Nennungen von „Hölle“ nach den verschiedenen Reden von Jesus zusammen zieht, dann kommt man auf vier Stellen/Reden, in denen Jesus von der „Hölle/Gehenna“ redet.

      7. Die Tatsache, dass immer mehr Bibelübersetzungen immer seltener den Begriff „Hölle“ verwenden zeigt, dass heutzutage grundtextnäher und damit genauer übersetzt wird. In der Luther von 1912 kommt der Begriff „Hölle“ noch sechzig mal vor.
      Zeigt dies, dass Luther, entsprechend sozialisiert, höllengläubig geblieben war und in dieser Sache nicht reformatorisch denken konnte, sondern die „Hölle“ in die Bibel vielfach zusätzlich hinein interpretiert hat für die Begriffe Hades, Scheol, Tartaros (und Gehenna)?

      8. – ewig – Die Begriffe olam (hebräisch, AT) und aion, aionios (griechisch, NT ) beschreiben nach der Philosophin und Sprachforscherin Dr. Heleen. M. Keizer ursprünglich begrenzte Zeiträume wie z.B. die Lebenszeit eines Menschen, einer Sache oder eines länger andauernden Ereignisses.
      Sehr problematisch wird es sprachwissenschaftlich, weil die Begriffe auch auf die Dauer der „Lebenszeit“ Gottes (Gänze) angewendet werden, denn Gott ist allein endlos in alle Richtungen der Zeit.
      Die Begriffe wurden theologisch im Laufe der Geschichte eigentlich mehrdeutig, was den theologisch oder/und sprach- und geschichtswissenschaftlich Unbedarften schlichtweg überfordert.

      Die gebürtige Niederländerin Dr. Heleen M. Keizer hat die ursprüngliche Bedeutung von „ewig, Ewigkeit“ usw. umfassend sprachwissenschaftlich, historisch und philosophisch in ihrer Dissertation untersucht. Warum solch eine gründliche Untersuchung? Vielleicht, weil die von mir angerissene Problematik vorliegt?

      Am Ende ihrer Untersuchungen kommt sie zu folgenden Zusammenfassungen:

      Zitat Anfang
      „Nach dem alten griechischen Wort AION (aion: Lebenszeit, Lebensgänze, Generation, alle Zeiten, „Ewigkeit“) spielen drei Bedeutungen in verschiedenen Kombinationen und mit verschiedener Gewichtung eine Rolle. Die Bedeutungen sind: LEBEN, ZEIT, GÄNZE.

      Die Bedeutung der Wörter aion und aionios in der griechischen Bibel (Septuaginta und Neues Testament) ist primär die des hebräischen Wortes olam.

      Das hebräische Wort olam meint eine Zeit, die uns Menschen gegeben ist. Es beschreibt den Horizont, innerhalb dessen wir leben, einen begrenzten Zeitrahmen, der uns gegeben ist. Diese Begrenzung kann sowohl eine zeitlich begrenzte Zeit, aber gleichermassen – im weitesten Sinne – ebenso auch einen Zeitraum umfassen, der die erschaffene Welt (z.B. jetziger Kosmos) und/oder ihre Zukunft umfasst.

      Seit Plato seine berühmte Maxime proklamierte, dass die Zeit (Chronos) ein „äonisches Abbild“ von Aion ist, das sequenziell abläuft, wobei der Äon einmal ende, drückt der Begriff „Unendlichkeit“ als klassische Übersetzung für Äon nicht korrekt aus, dass das Wort Äon zwar für Zeit als Ganzes steht, aber eben im Bezug steht auf Lebenszeit (oder Existenzzeit eines Menschen oder einer Sache).

      Aion hat nicht notwendiger Weise die Bedeutung von Unendlichkeit, weder im Griechischen noch im biblischen Sinne.

      Das griechische Wort bezieht sich auf alle Zeit (einer Sache), gesehen von außen als ein Ganzes.
      Das hebräische Wort olam bezieht sich auf alle Zeit, gesehen von innen, innerhalb eines Horizontes.“
      Zitat Ende

      Nachzulesen ist das am Ende ihrer Doktorarbeit, allerdings auf englisch:

      books.google.de/books?id=l-SmshbeyUsC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

      Dr. Heleen M. Keizer hat eine umfassende historische Untersuchung vorgenommen.

      Fazit: Sie weist grundlegend und umfangreich nach, dass die Begriffe olam sowie aion und aionios historisch in der Regel als zeitbegrenzt zu verstehen waren.
      Danach ist z.B. der Begriff „von Ewigkeit zu Ewigkeit“ (von einer Endlosigkeit zu einer nächsten Endlosigkeit) eigentlich unlogisch und widersprüchlich. Vielleicht wäre hier die wörtliche Bedeutung: „Von einem Äon/Zeitalter/Zeitabschnitt zum nächsten Äon“ ebenso zutreffend?

      Im Grundtext finden wir den Begriff „aion“ viel öfter, als es in gängigen Übersetzungen erkennbar ist.
      Danach gibt es einen Zustand „vor den Äonen“ (1. Kor. 2,7; 2. Tim. 1,9; Tit. 1,2), einen jetzigen Äon/Epoche (1. Kor. 1,20) und noch weitere kommende Äonen (Eph. 2,7)

      1Kor 2:7
      sondern wir sprechen Gottes Weisheit in einem Geheimnis, die verborgene, die Gott „vor den Äonen“ zu unserer Herrlichkeit vorersehen hat,

      1Kor 1:20
      Wo ist ein Weiser, wo ein Schriftgelehrter, wo ein Disputator „dieses Äons“? Verdummt nicht Gott die Weisheit des Kosmos?

      Eph 2:7
      auf dass er in den „kommenden Äonen“ den überragenden Reichtum seiner Gnade in Milde an uns erzeige in Christus Jesus.

      ——————————————————————————————————

      Natürlich sind Fehler in meiner Wahrnehmung wahrscheinlich.

      Liebe Grüße
      Harry

      Antworten

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