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Historisches Stadtarchiv in Köln: Wäre doch Google schon da gewesen…

Fassungslos sieht man die Bilder von Köln, erstaunt über das, was da trotz unseres bis ins Detail regulierten deutschen Bauwesens möglich war. Dankbar macht man sich bewusst, wieviele Menschen in letzter Sekunde gerettet werden konnten (ein Wunder!).

Und in der Hoffnung, dass die verblienen zwei Vermissten auch noch irgendwo in Urlaub waren, wendet man sich der Frage zu: Welche ideellen und kulturellen Werte sind da mit im Abgrund versunken? Nachlässe von Adenauer, Heinrich Böll, Schriften von Karl Marx. Domkapitelprokolle aus dem 15. Jahrhundert. Unikate.

Und viele dieser alten Manuksripte waren noch nicht einmal gesichtet. Ein unschätzbarer Verlust für die europäische Kultur.

Und dann denkt man sich: Wäre doch Google schon da gewesen. So wie in der Bayerischen Staatsbibliothek, der Oxford University, der Harvard University und der Bibliothek von Barcelona. Dann würden wenigstens Kopien aller Dokumente irgendwo auf Servern rund um den Globus schlummern.

Natürlich ist  Googles Buchsuche ein umstrittenes Projekt. Viele Verlage und Autoren fürchten um die Aufweichung des Urheberrechts. Und um ihre Einnahmen aus den Buchverkäufen. Aber dieser Fall zeigt uns, dass nicht nur digitale Inhalte flüchtig sind. Auch Papier ist vergänglich. Und manchmal schneller, als man denkt. Hier wäre die Digitalisierung Gold wert gewesen.

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Kommentare

Ein Kommentar auf "Historisches Stadtarchiv in Köln: Wäre doch Google schon da gewesen…"

  1. Tertullian says:

    Als Archivar blutet einem da das Herz – und die Katastrohe des Kölner Stadtarchivs, immerhin das größte kommunale Archiv nördlich der Alpen, größer als viele staatliche Archive der Bundesländer, ist in unseren Kreisen seit gestern natürlich Gesprächsthema Nr. 1.

    Nicht sehr glücklich bin ich mit der These, Google Digitalisierungskonzept als Heilsbringer darzustellen. Historische Urkunden werden z. B. schon seit langer Zeit ediert und auch im Internet zugänglich gemacht (z. B. Monumenta germaniae historica, regesta imperii oder Württembergisches Urkundenbuch). Auch eine andere amerikanische Firma bietet Massendigitalisierung an – wenn sie für einen längeren Zeitraum das Urheberrecht übertragen bekommt, was auf Grund des öffentlich-rechtlichen Charakters von Archivgut an sich indiskutabel ist. Ähnlich dürfte die Strategie von Google sein. Problematisch ist auch nach wie vor die Beweiskraft von Digitalisaten, die historische Originalquellen nie wirklich ersetzen können. Eine weitere Hürde ist auch der Unikatcharakter, den archivalischer Quellen im Gegensatz zu Büchern haben. Und das wertvollste Archivgut ist zudem noch handschriftlich überliefert.

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