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Homosexualität: Der Staat muss aus dem »Ehe-Ding« aussteigen. Komplett.

Ist es möglich, eine Win-Win-Situation im Streit um die Homo-Ehe zu erreichen? Pastor Bob Hyatt sagt einem Blogbeitrag für den renomierten Christianity-Today-Blog OutOfUr: Ja, und es ist nicht möglich, sondern vielmehr zwingend erforderlich.

In dem mutigen und streitbaren Beitrag fordert er von Befürwortern und Gegnern der Homoehe Kompromissbereitschaft, damit wir in diesem Punkt weiterkommen. Das in Kalifornien der „Proposition 8“ mit einer knappen Mehrheit zugestimmt (und damit die Homo-Ehe in diesem Staat verboten) wurde, zeigt die verhärteten Fronten.

Die Homo-Ehe ist immer für einen Streit gut. Und zwar deshalb, meint Bob Hyatt, weil keine Seite bereit ist, sich in die Perspektive der jeweils anderen Seite ernsthaft hinein zu versetzen.

Wohin uns das führen wird? Zu noch mehr Proteste gegen Christen, zu noch häufigeren Vorwürfen gegenüber Gegnern von Homosexualität, sie würden Intoleranz und Hass verbreiten (deutscher Einschub: siehe Christival).

Und noch wichtiger in Hyatts Augen: Immer weniger Schwule Frauen und Männer, die offen für das Evangelium sind – denn nach ihrem Empfinden sind sie den Christen schlicht egal.

Hyatt sagt deshalb: Wir Christen sollten akzeptieren, dass es nicht unangemessen von Schwulen ist, nach Erbschafts-, Sorge- und Besuchsrechten zu streben. Das alles sind gute Dinge, die wir allen anderen zugestehen können, auch wenn sie in Beziehungen leben, die wir nicht unbedingt befürworten oder fördern wollen.

Hyatt fordert sogar, diese Rechte nicht nur zu akzeptieren, sondern auch aktiv dafür zu kämpfen, um praktisch zu demonstrieren, dass wir „den Sünder lieben“.

Tiefe Gefühle rund um das Wort Ehe

Auf der anderen Seite müssen die Befürworter der Homo-Ehe die tiefen Gefühle verstehen, die mit dem Wort „Ehe“ zusammen hängen. Ehe ist für Christen heilig, für mache sogar ein Sakrament. Sie müssen verstehen, so Hyatt, dass Christen es als zutiefst anstößig empfinden, wenn plötzlich der Staat in einem Bereich herumdefiniert, der im Grunde  eine Glaubenssache ist – nämlich der Ehe.

Solange wir also von der Homo-Ehe reden, werden sich Befürworter und Gegner keinen Zentimeter aufeinander zu bewegen.

Die Lösung: Change the system

Bob Hyatts Lösungsansatz ist bestechend simpel: Der Staat muss aus dem „Ehe-Ding“ austeigen. Komplett. Ehe soll nach Hyatts Meinung wieder Domäne der Kirche werden.

Der Staat soll dagegen einfach nur Partnerschaften anerkennen – von jedem, der sie will. Er soll die sich daraus ergebenden Rechte gewähren und ihre Einhaltung überwachen. Mehr nicht.

Natürlich spricht er als Amerikaner in die US-Situation hinein, wo der Eheschluss ganz anders organisiert ist als bei uns in Deutschland. Trotzdem betrifft Hyatts Kritik und damit sein Vorschlag auch uns. Auch bei uns wird von Ehe gesprochen, wenn man zum Standesamt geht. Viele Christen sehen ihre Ehe als geschlossen an, selbst wenn die kirchliche Zermonie noch nicht stattgefunden hat. In unseren europäischen Köpfen ist zivile und kirchliche Ehe latent austauschbar.

Wenn der Staat, so Hyatts Argumentation, nicht mehr Ehen, sondern generell nur noch eingetragene Lebenspartnerschaften schließen würde, so wären staatlich anerkannte Beziehungen zwischen homsexuell empfindenden Menschen keine Ehe mehr. Und trotzdem hätten die Menschen – die ja hoffentlich selbst dem schärfsten Gegener von Homosexualität am Herzen liegen – die gleichen Rechte und Pflichten wie Heterosexuelle, die sich als Paar zusammen schließen und sich (ewige) Treue und Liebe versprechen.

Die Schließung einer Ehe bliebe dann einzig und allein den Kirchen vorbehalten. Und die könnten sich je nach theologischer Erkenntnis weiterhin für oder gegen eine Eheschließung homosexueller Paare vor Gott entscheiden. Völlig unbehelligt von Antidiskriminierungsgesetzen und der – nach Ansicht Hyatts völlig legitimen – Forderung nach gegenseitigen Rechten und Pflichten.

Nicht nur das System, sondern auch die Herzen ändern

Weiter ist es allerdings, so Hyatt, notwendig, nicht nur das System, sondern auch die Herzeneinstellung zu ändern. Auf beiden Seiten.

Befürworter von Homosexualität müssen aufhören, Kritik an Homosexualität als Bigotterie und Hass zu bezeichnen. Das ist es nämlich nicht, sondern vielmehrKonsequenz einer tiefen Überzeugung und einer Sicht von Ehe  als Geschenk des Schöpfers innerhalb bestimmter Grenzen.

Von Christen allerdings verlangt er, dass sie ihrerseits den Blick auf das Ziel ausrichten: Nämlich dass möglichst viele Menschen die Nachricht von der Liebe Gottes hören, verstehen und für sich annehmen.

Denn de facto denken die meisten Schwulen nicht viel an uns und unseren Jesus. Und zwar nicht wegen der Anstößigkeit des Evangeliums (mit dem sie sich gar nicht erst beschäftigen), sondern wegen unserer Ablehnung dessen, was sie als fundamentales Menschenrecht verstehen.

Hyatt fürchtet, dass wir auf absehbarer Zeit weiter Schlachten wie die rund um Prop 8 gewinnen, aber dabei letztendlich und dauerhaft den Kampf um die Herzen eines Teil unserer Mitbürger verlieren. Mitbürger, die aufgrund dessen, was sie in uns sehen (oder vielmehr was sie nicht sehen), zu der Überzeugung gelangen, dass das Evangelium für sie keine gute Nachricht sein kann.

Übrigens: Den Original-Artikel kann man hier lesen (kostenloses Newsletter-Abo von OutOfUr erforderlich).

Genial oder verrückt?

Hyatts Vorschlag ist sicherlich weitreichend und wird kontrovers diskutiert werden. Wir Deutsche müssten uns beispielsweise fragen, was das für den grundgesetzlich garantierten Schutz der Ehe bedeute würde. Wäre das dann nur noch ein Schutz von eingetragenen Partnerschaften? Oder ist das sowieso eine veraltete Denke?

Mich würde eure Meinung zum dem Vorschlag interessieren… Klug oder dämlich? Heilsam oder gefährlich? Genial oder verrück?

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Kommentare

32 Kommentare auf "Homosexualität: Der Staat muss aus dem »Ehe-Ding« aussteigen. Komplett."

  1. Meta777 says:

    „Hyatt fordert sogar, diese Rechte nicht nur zu akzeptieren, sondern auch aktiv dafür zu kämpfen, um praktisch zu demonstrieren, dass wir “den Sünder lieben”.“

    Sollen wir den Sündern etwa gewähren lassen? Jesus positioniert sich ganz entgegen dieser Haltung. Jesus will das der Sündige umkehrt und aufhört zu sündigen. Würde ein Christ für die Sünde „kämpen“ wäre er ziemlich blind.
    Gott schuf die Menschen als Mann und Frau und Gott verabscheut Homosexualität (vgl. 3Mo 18,22 Röm 1,27 )…
    Würden Christen so etwas fördern, könnten sie auch z.B. dafür einstehen das hier in Deutschland jeder stehlen dürfte wenn er was braucht…

    Antworten
  2. PVM says:

    Kompromißlos der Sünde keine Chance… kompromißlos dem reuigen Sünder die offene Hand entgegen strecken… und Ehe sollte weiterhin Ehe genannt werden in der Art wie Gott sie den Menschen geschenkt, gestiftet hat.

    Es wäre ja interessant zu erfahren wie Jesus.de als Institution die Sache beurteilt. Die Leser und User sind ganz bestimmt an einer Aussage interessiert zu diesem Thema.

    Antworten
  3. Kaeferkarl says:

    Hm, wo und wer gibt hier jemand das Recht, die Ehe als allein Kirchliche, Christliche Domäne oder Institution oder was auch immer zu bezeichnen?
    Ein paar Sätze / Thesen des Herrn Hyatt sind ja nicht schlecht, aber der Teufel steckt wie schon Jesus selbst sagt, im Detail…
    Also Herr Hyatt und auch Meta777 legen nun fest, wer wann wie und wo ein Sünder ist – da kann ich nur eins zu mit Paulus sagen: Wir sind allesamt Sünder und mangeln des Ruhms, den wir bei Gott haben wollen.
    Nur, dass einer um das Erlösungswerk Jesu weiss und vielleicht dass er zu jeder noch so (schein)heiligen Versammlung irgendwelcher Gemeinschaften rennt, macht ihn noch lange nicht zum Nichtsünder.

    Diese Selbsterhöhung ist einfach unerträglich. Jeder, ausnahmslos jeder ist ein Sünder. Und wenn ein Sünder zum anderen sagt, er sei ein Sünder und solle sich ändern, dann ist das genauso, als wenn ein Feigling zum anderen sagt: Geh hinterm Baum vor du Feigling, ich will dahinter.

    Die Dialektik moderner Christen aus Wohlstandsländern, die selbst ins Wohlstand leben ist oft nicht nachvollziehbar und zeugen eher nicht vom Geist Gottes, dem Geist der Liebe – dem Geist Jesu, des Jesu der Bergpredigt. Die sollte von all diesen tollen Evangelikalen auswendig gelernt und jeden Tag am Abend auf ner Checkliste abgehakt werden, was sie denn tatsächlich getan haben (ausser Beten, anderen Menschen Vorschriften machen und sich selbst als die heiligsten fühlen…)

    Antworten
  4. Meta777 says:

    @Kaeferkarl:
    Sinnloses Zerreden nützt nichts. Weder PVM noch ich haben uns „selbsterhöht“. Aus meiner Sicht ist Homosexualität nunmal Sünde – so lese ich das in allen möglichen Bibelübersetzungen. Ich habe auch nie geschrieben das ich nicht sündige, denn ich weiß das ich Jesus Gnade auch täglich nötig habe.

    Wenn aber einer seine Geschwister in Christus schlecht macht und dabei viele Worte verliert und zum Thema doch nichts sagt… der brauch Jesus auch 😉

    Antworten
  5. cmp says:

    Ich möchte im folgenden darlegen, dass es aus Sicht des Staates, d.h. der Gesellschaft insgesamt, angebracht ist, auch weiterhin die (hetrosexuelle) Ehe zu fördern und gegenüber homosexuellen Partnerschaften (steuer-) rechtlich zu bevorzugen.

    Wenn die Auswirkungen beider Lebenformen auf den Staat bzw. die Gesellschaft gleich wären, wäre es angebracht, diese aus staatlicher Sicht auch nicht unterschiedlich zu behandlen. Das dies nicht der Fall ist, möchte ich anhand von zwei Punkten aufzeigen:

    Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Lebensformen ist, dass aus einer Ehe Kinder hervorgehen (können), aus homosexuellen Partnerschaften nicht. Je weniger Kinder zur Welt kommen, desto stärker kommt unser, in weiten Teilen auf dem Umlageverfahren und Generationenvertrag bestehendes System der sozialen Sicherung ins Wanken und gefährdet dadurch die Zukunft der Gesellschaft. Gesamtgesellschaftlich gesehen sind Homosexuelle daher auf die Kinder hetrosexueller Paare angewiesen (Rente, Pflege, Krankenversicherung, …) . Gäbe es nur noch homosexuelle Partnerschaften, würde die Gesellschaft langfristig aussterben.

    Im Durchschnitt haben Homosexuelle darüber hinaus häufiger wechselnde Beziehungen und sind nicht zuletzt aufgrund ihres Sexuallebens häufiger von Krankheiten betroffen. Intensive Präventionsmaßnahmen laufen in weiten Teilen ins Leere, … (So betreffen bspw. 72% aller HIV-Neuinfektionen im Jahr 2008 homosexuelle Männer – wovon 70% über 30 Jahre alt sind ( )).

    Antworten
    • Rolf Krüger says:

      Hallo cmp,

      danke für deinen angenehmen Beitrag. Mir scheint, die meisten Kommentatoren vor dir haben Hyatts Intention kein Stück weit verstanden (vor allem nicht den Part mit „Herzen ändern“). 😉

      Grundsätzlich gebe ich dir Recht – aber es gibt zwei relativ simple Antworten auf deine Argumente, die deine Vorlagen schnell entkräften.

      1. Kinder – Wenn du diesen Unterschied machen willst, dann müsstest du konsequenterweise auch alle Paare ohne Kinder von der steuerlichen Bevorzugung ausschließen. So ist das aber in Deutschland nicht geregelt – bei uns wird die Ehe zwischen zwei Menschen steuerlich gefördert. Sehr zum Ärger aller Eltern, denn welchen Grund hat der Staat, Double-Income-No-Kids-Ehen auch noch Geld hinterher zu schmeissen, dass eigentlich die Kinder dieses Landes bräuchten?

      Sinnvoll wäre es deshalb, die steuerliche Vergünstigung allein auf die Kinder zu beziehen – und damit käme sie bei den Familien mit Kindern an und die von dir vorgetragene Situation wäre entschärft.

      2. Wechselnde Beziehungen – Ich denke, wenn zwei Menschen eine Lebenspartnerschaft eintragen wollen, geschieht dies eben aus dem Wunsch nach Verbindindlichkeit – vielleicht gerade als Gegenreaktion auf die in der Szene vorherrschende Promiskuität. So viel man Homosexualität auch kritisieren mag – man kann nicht alle Schwulen über einen Kamm scheren.

      Wie gesagt: Grundsätzlich würde ich in diesen Punkten mit dir gehen, aber da müssen noch stichhaltigere Argumente her.

      Grüße,
      Rolf

      Antworten
  6. PVM says:

    Ach werter Käferkarl…

    1. Joh. 1 V 8. Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. 9. Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller (jeder) Ungerechtigkeit. 10. Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.

    Leider sündige ich in der Nachfolge immer wieder… eigene Gedanken und eigene Wege bringen das mit sich.

    Aber ich weiß mit so vielen Glaubensgeschwistern den Weg um Vergebung zu erlangen… ER schärft mir das Gewissen durch den in mir wohnenden Heiligen Geist…
    so darf ich mit Martin Luther froh und dankbar bekennen…

    Simul iustus et peccator – zugleich Gerechte(r) und Sünder.

    So ist der Leib ein Tempel Gottes… das ist bei Sünden schon zu bedenken. So sind Sünden stets etwas von Gott trennendes… es sei Unmaß im Konsum… es sie die „kleine“ Notlüge… es der permanente Verstoß gegen die StVo. Alle Sünden bedürfen der göttlichen Vergebung.
    Doch sind die Folgen unterschiedlich… nimm als Beispiel…

    Joh 5,22 Denn der Vater richtet auch niemand, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohne gegeben,

    Hier sehen wir einen Unterschied…

    Heb 13,4 Die Ehe sei geehrt in allem (unter allen), und das Bett unbefleckt; Hurer aber und Ehebrecher wird Gott richten.

    Gottes Segen und Frieden

    Antworten
  7. apologet says:

    Die biblische Sicht dabei ist – so merkwürdig das klingen mag – nicht primär entscheidend. Natürlich wäre es schön, Staatswesen würden sich an biblischen Maßstäben orientieren, aber das kann Gott schon ganz alleine „regeln“.

    Relevant für die Förderungswürdigkeit des „Ehe-Dings“ aus staatspolitischer Sicht ist primär der Reproduktionsfaktor. Eine noch so verbindliche Lebenspartnerschaft zweier gleichgeschlechtlicher Menschen kann diesen Aspekt nicht gerecht werden.

    Der gute „Pastor“ sollte sich deswegen entweder lieber etwas besser informieren, oder noch besser sich um die Dinge kümmern, die tatsächlich relevant sind. Denn es ist nicht unsere Aufgabe uns um die Attraktivität der guten Botschaft zu sorgen, sondern lediglich diese zu verkündigen.

    Erschreckend was ein „Pastor“ so von sich gibt…

    Antworten
  8. Rene says:

    Ich finde die Idee vom Staat nur noch Lebenspartnerschaften eintragen und anerkennen zu lassen sehr interessant. So würde die Kirche wieder die Domäne mit Ehe bekommen. Wir z.B. geben unseren kirchlichen Hochzeitstag an, weil da wurde für uns die Ehe geschlossen. Für mich hat die staatliche Seite nicht die Bedeutung, wenngleich dies für alle möglichen Formulare wichtig ist. Gebt doch dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist.
    Ich jedenfalls bin der Ansicht, dass wir die Welt nicht mit dem Evangelium erreichen werden, wenn wir an Formen festhalten, sondern wenn die Menschen sehen und nachvollziehen kann, was die Beziehung zu Gott in unserem Leben für Auswirkungen hat.

    Antworten
  9. apologet says:

    Hallo Rolf,

    Deine Einwände an cmp sind noch schneller zu „entkräften“

    Bereits die Weimarer Verfassung enthielt einen besonderen Eheschutz (Art. 119 I WRV ) der besagte: „Die Ehe steht als Grundlage des Familienlebens und der Erhaltung und Vermehrung der Nation unter dem Schutz der Verfassung.“.

    Grundlage dieser staatspolitisch jedem vernünftig denkendem Menschen einleuchtenden und nicht lobbyistisch motivierten Gruppe ist die Tatsache, das die verbindliche Ehe, die Vorstufe zur Familie ist und der Schutz der Familie schließlich ein hohes Gut ist.

    Aber klar, es ist heute en vogue und politisch korrekt auch als Christ solchen Gedanken anzuhängen…

    Andreas

    Antworten
    • Rolf Krüger says:

      @apologet

      Lieber Andreas,

      ich bin mir nicht ganz sicher, was jetzt genau das neue Argument ist, dass du einbringen willst. Dass schon seit Weimar die Ehe statt der Familie gefördert wird? Hm… empfinde ich nicht so stichhaltig. Eher im Gegenteil. Denn zur Zeit der Weimarer Verfassung war es die große Ausnahme, wenn ein Ehepaar keine Kinder bekam. Darauf musste damals keine Rücksicht genommen werden.

      Aber die Zeiten haben sich geändert.

      Übrigens mag ich es nicht so, wenn jemand dem anderen vorwirft, nicht vernünftig zu denken oder lobbyistisch motiviert zu sein, nur weil er nicht der gleichen Meinung ist. Zumal du das dann konsequenterweise z.B. sämtlichen Franzosen vorwerfen müsstest, denn die haben kein Ehegatten-, sondern ein Familiensplitting und sind so genau dieser Ungleichbehandlung entgegen getreten. 😉

      Beste Grüße,
      Rolf

      Antworten
  10. apologet says:

    Hallo Rolf,

    nun, daran – das Du die Argumentation der Verfassungsrechtler nicht „stichhaltig“ findest – kann und will ich nichts ändern, aber es ändert nichts daran. Die Reproduktion des Staatsvolkes und die in dem Wesen der Ehe angelegte Verbindlichkeit, sind primäre Aspekte der Förderung der Ehe.

    Und nein, bis heute hat sich nichts daran geändert, das ausschließlich in der „Ehe“ dieser Aspekt in seiner Gänze angelegt ist. Hierbei geht es absolut nicht um „Moralität“ oder „konservatives Gedankengut“, sondern staatstragendes Denken.

    Gleichgeschlechtliche Lebensformen oder modernes Konkubinat verbinden weder Reproduktion noch Verbindlichkeit in einer gesellschaftlich förderlichen Weise.

    Und ob es Dir nun gefällt oder nicht, es sind Lobbygruppen welche die Veränderung in der Gesellschaft vorangetrieben haben und treiben. Man könnte es natürlich auch religiöser Formulieren und sagen, die Gesellschaft wird immer gottloser wenn Dir das lieber ist. Aber wir wollen mal nicht zu theologisch werden…

    cu

    Andreas

    Antworten
  11. Kathi says:

    Also, echt, mag sein, dass ich hier einfach absolut falsch bin, aber habt Ihr Euch selbst mal zugehört? „Homosexualität ist Sünde“. Mann, in welchem Jahrhundert lebt Ihr eigentlich?! Ich finde die Ansätze des guten Herrn Hyatt mit das Vernünftigste, was je aus der Kirchenfraktion zu dem Thema gesagt wurde. Jeder ist wie er ist und wurde – wenn’s wahr ist – dann von Eurem lieben Gott so geschaffen. Also kümmert Euch um die wirlichen Probleme in der Welt wie z.B. die Christenverfolgung in Indien zur Zeit und lasst die Schwulen und übrigens auch Lesben (jaaa, die gibt’s auch noch!) in Ruhe!

    Antworten
  12. Heinrich Zimmermann says:

    Herr Byatt hatt Recht mit seinen guten und hilfreichen Worten.
    Die Ehe ist etwas geistiges und praktisches zwischen Mann und Frau, gestiftet von Gott und gewachsen in der Menschheitsentwicklung.
    Viele Menschen sind nicht zur Ehe berufen oder fähig. Andere wiederum können sich nur vorstellen, in homosexueller Beziehung zu leben.
    Das ist doch kein Verbrechen. Niemand muss so sein, wie ich ihn mir vorstelle oder gern hätte.
    Eine homosexuelle Partnerschaft kann aber einfach keine Ehe sein, diese ist ein Bund und ggf. Sakrament nur zwischen Mann und Frau.
    Aber das Gesetz des Staates kann doch auch verbindliche Partnerschaften schützen zwischen Gleichgeschlechtlichen.
    Adoptierte Kinder hingegen gehören nur zu Adoptivater plus Adoptivmutter, weil Kindern das Recht zusteht, mit Eltern aufzuwachsen, die ihnen beide Seiten des Menschseins vorleben, nämlich die männliche und die weibliche. (Wäre es nicht so, gäbe es ja keine Kinder)

    Antworten
  13. Peter says:

    Interessanter Ansatz – nur frage ich mich: löst er den Streit innerhalb des christlichen Lagers oder wird die Diskussion dann nur noch dort (aber nicht weniger verbissen…) geführt?

    Newsweek hatte dazu kürzlich auch einen recht guten und eher unpolemischen Artikel, der auch das christliche Sünden- und Eheverständnis in diesem Zusammenhang unter die Lupe nimmt:

    Antworten
  14. Katharina says:

    Hmmm … ich frage mich, wie jemand, der/die das Alte Testament mit eingeschaltetem Gehirn liest, jemals behaupten kann, die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau sei die einzige von Gott gesegnete Lebensform. Ist denn allen entgangen, dass sowohl David als auch Salomo riesige Harems hatten ???? Und gerade im Fall David lest doch mal nach, in welcher Weise der Prophet Nathan David (im Auftrag Gottes) kritisiert. Dass David ganz viele Frauen hat, ist demnach ganz in Ordnung, nur die eines anderen zu nehmen, war die Sünde.
    Versteht mich nicht falsch – ich bin kein Fan der Vielehe. Aber es ist einfach nicht redlich, Gott eine Moral zu unterstellen, die uns selbst am Besten gefällt !
    Übrigens : Wenn der Staat die Ehe deshalb besonders schützen sollte, weil aus ihr Kinder hervorgehen könnten (!!!) wäre das ein hervorragendes Argument für die Einführung der offiziellen Vielehe. Wie viele Kinder könnte uns das bringen ……. ?
    Und was ist mit den Staaten mit Überbevölkerung ? Sollte der Staat da nicht die kinderlosen Partnerschaften als einzige positiv sanktionieren ??
    Fragen über Fragen ……

    Antworten
  15. esra2008 says:

    Ich stimme allen Schreibern zu, die sagen, dass Homosexualität Sünde ist – denn die Bibel ist Gottes Wort und „Sünde“ ist etwas, was von Gott trennt, in welcher Form auch immer.

    Ich kann die Gedanken von Bob Hyatt voll und ganz nachvollziehen, würde ihm sogar zustimmen, aber gleichzeitig meine Skepsis anmelden, dass es doch nicht funktioniert. Ich sehe in der ganzen Geschichte noch die „geistliche Komponente“, denn es geht hier um etwas tiefgründigeres, als die Homosexualität: Schon seit Urzeiten existiert der Kampf zwischen Satan und Gott. Satan versucht von Anfang an, zu zerstören, die Menschen von Gott wegzubringen, zu rauben zu morden … (Manchmal listig wie eine Schlange, manchmal wie ein herumbrüllender Löwe) – Er kennt kein anderes Ziel. Gott hat keinen sehnlicheren Wunsch, als jeden Menschen zu retten, aber es gibt auch Bibelstellen, wo Gott ausdrücklich zuläßt, dass die Leute, die bewußt sündigen, er „ihrem Wandel“ überläßt (… etwas frei formuliert) – aber er hat den Wunsch und tut alles, um Menschen (= Sünder) für sich zu gewinnen, zu heilen, zu retten.

    So, und nun kommen die verschiedensten Ideen der Menschen, um verschiedenen Sünden den Garaus zu machen oder die Christen zu schützen oder was auch immer… Aber der Kampf findet weiter „hinter den Kulissen“ statt. Selbst wenn – um auf das Thema des Blogs zurück zu kommen – Hyatts Vorschlag sich durchsetzen würde, könnte ich mir vorstellen, dass der Teufel wieder versucht, Menschen zugrunde zu richten, dann halt eben anders … Nehmen wir das simple Beispiel Indien, die Unruhen und Morde vor ein paar Wochen: die Christen waren nicht Schuld an der Geschichte, aber sie wurden dazu benutzt, um einen Grund zu finden, Christen zu vernichten … (oder: Gründe zu finden, damit sich das „gemeine Volk“ wieder über die Christen aufregt, weil sie noch innerhalb ihrer Kirchen sich von den Homosexuellen Partnerschaften ditanzieren…).

    Ist nur so ein Einwurf, ich würde trotzdem Hyatts Vorschlag für gut befinden, denn in der heutigen Zeit spricht er das aus, was eigentlich schon lange im Gange ist: Den Staat interessiert eigentlich schon gar nicht mehr, ob Ehe heilig ist, oder nicht, aber als ein hohes, menschliches Gut wird es noch mit weitergeführt …

    Meine Frau und ich haben übrigens auch unseren christlichen Hochzeitstag in die Ringe machen lassen und nicht den vom Standesamt … 😉

    Danke für diesen Bericht, Herr Krüger!
    Matthias

    Antworten
  16. Thomas says:

    „Mich würde eure Meinung zum dem Vorschlag interessieren… Klug oder dämlich? Heilsam oder gefährlich? Genial oder verrück?“

    Also ich finde diese Meinung gefährlich und schizophren.

    Das hat nichts mit Nächstenliebe zu tun. Jesus liebt auch den Sünder und nennt Sünde aber Sünde. Anders können wir es auch nicht tun, auch oder gerade wenn wir glaubhaft Zeugnis geben wollen!

    Antworten
  17. Thomas says:

    Hallo Rolf,

    lies die Bibel und finder heraus wie Jesus mit den Sündern umgegangen ist. Er nennt Sünde beim Namen, und wer ihm offen begegnet, der erkennt auch sein falsches Verhalten und kehrt um. Das kann natürlich ein längerer Prozess sein, aber auch eine Sofortreaktion. Man muss sich nur auf Jesus einlassen und ihm vertrauen.

    Auf alle Fälle ist es verkehrt, wenn ich mich z. B. zu einem Alkoholiker setze und mit ihm zeche. Mit „Mach ruhig weiter so“ ist ihm nicht geholfen.

    Antworten
  18. Rolf Krüger says:

    Hallo Thomas,

    wie Jesus das machte, das weiß ich. Aber du und ich, wir sind nicht Jesus.

    Ich würde deshalb gerne wissen, was es für dich persönlich bei diesem konkreten Thema bedeutet, den Sünder zu lieben.

    Grüße,
    Rolf

    Antworten
  19. esra2008 says:

    Hi Thomas, ich sehe das sicher genau so wie Du, aber bei Homosexualität ist es mitunter viel schwerer, mit dem Umkehren… Im Praktischen hab ich in sofern ein „Problem“: Ich habe einen christlichen Kumpel, der hat sich wirklich für Jesus entschieden, hat sein „Coming out“ erlebt und sieht es absolut nicht als Sünde (ich schon) weil Kirchens sich nicht klar dagegenstellen und es als Sünde benennen. Wenn ich mit ihm darüber reden würde, nimmt er es als Ablehnung der Person und nicht der Sünde … genau in diese „Kerbe“ will Hyatt hinein: Die Kirchen / Christen sollen die Chance haben, es als Sünde wieder anprangern zu dürfen, Grenzen zu setzen und sich trotzdem um die Sünder kümmern – zumindest habe ich es so verstanden.
    Natürlich sollten wir die Nächstenliebe da nicht außen vorlassen, auch wenn es ehrlich gesagt, manchmal sehr schwer ist. In meinem Falle weiß mein Kumpel, wie ich denke, der Kontakt ist abgebrochen und ich kann nur für ihn beten und mich freuen, wenn er diverse Kontaktversuche meinerseits wieder positiv beantwortet …

    Antworten
  20. Claudia Müller says:

    Hallo,

    wenn ich hier mal die Kommentare sehen, wird mir übel. Genau, das ist es was mich an meine Mitchristen stört, sie können nur verurteilen.
    Wir können nich aufhören zu sündigen, wir sind Sünder und bleiben es ein Leben lang.
    Homosexuell = Sünde?
    Ich lese was anderes in der Bibel raus,
    in der Bibel steht eindeutig drin,
    dass die Menschen sich gleichgeschlechtig
    lieben werden.
    Es wird eher als eine Strafe Gottes beschrieben.

    Wo steht in der Bibel, dass Jesus Zacharaäus zurechtgewiesen hat? Er hat mit ihm am Tisch gesessen und seine Liebe zu den Sündern ausgestrahlt und deshalb hat sich Zacharäus geändert und nicht weil mit einem erhobenen Zeigefinger zugetextet wurde, ach was für ein sch.. Sünder er doch sei.

    Antworten
  21. mono says:

    An wen darf ich Steine verteilen?

    Spitze Steine, flache Steine, runde Steine, schwere Steine, leichte stumpfe Steine. Bitte meine Damen und Herren greifen sie zu.

    Und ernsthaft, wer von euch hat sich je mit dem Thema auseinander gesetzt?

    Redet doch mal mit jemandem den es direkt betrifft, vielleicht nehmt ihr auch ein paar Steine mit.

    Nichts ist so leicht wie Steine werfen!

    Antworten
  22. Helmut says:

    Hab die bisherige Diskussion überflogen: die typische Diskussion. Kaum weist einer darauf hin, dass in der Bibel Verkehr zwischen Männern als Sünde bezeichnet werden, fliegen Steine: das wär überheblich, engstirnig, schwulenfeindlich etc.

    Bibelstellen sind z.B.Rö 1,27; 1.Kor 6,9. Die zweite Stelle warnt, wenn mensch den Zusammenhang beachtet, davor zu denken, so was wäre unveränderlich („das seid ihr gewesen, aber …“), die einzige schlimme Sünde, oder gar von Gott geschaffen. Na, jetzt kommt sicher gleich der Stein geflogen, dass ich von vorgestern sei …

    Zum Vorschlag von Hyatt hab ich noch keine endgültige Meinung. Immerhin verstehe ich ihn so, dass er auch glaubt, dass praktizierte Homosexualität Sünde ist. Und das Anliegen, deutlich zu zeigen, dass Gott zwar Sünde verurteilt, aber die Sünder liebt, sollte eigentlich jeder Christ unterstützen. Nur ob Hyatts „verrückter“ Vorschlag das in der richtigen Weise vorbringt, ist weniger klar.

    Wenn sich der Staat aus dem „Eheding“ raushalten soll: ist das nicht die Botschaft, dass die wahre Ehe nur in der Kirche geschlossen werden kann, Nichtchristen also eigentlich gar keine richtige Ehe führen können? Wollen wir so ein Signal senden? Und was sind die praktischen Konsequenzen: wird damit die Mehrehe möglich (Mormonen und Muslime dürften da keine Probleme mit haben, aber wollen wir das?)? Und Ehen mit Minderjährigen (in manchen islamischen Kulturen selbstverständlich)?

    Da ist noch sehr viel Klärungsbedarf, bevor ich das gut finden kann. Ich kann auch die Befürchtung nachvollziehen, dass damit vor lauter „Gott liebt alle Sünder“ die Botschaft „Gott hasst Sünde“ untergeht.

    Was sicher gut wäre: wenn Christen nicht den Eindruck erwecken, als ob Homosexualität die mit Abstand schlimmste Sünde wäre. Habsucht, also die „Geiz ist Geil“-Mentalität ist laut Bibel Götzendienst, und Götzendienst ist keine Kleinigkeit. Wie laut wird angeklagt, dass so wenig (weniger als 0,5%) an Hilfe für die sog. 3. und 4. Vierte Welt gegeben wird? Dass es nahezu unmöglich ist, ein oder zwei Milliarden für Klimaschutz oder Kinderförderung aufzutreiben, aber in kürzester Zeit Hunderte von Milliarden zur Abwehr der „Finanzkrise“ gefunden werden? Wie viele haben gegen die schleichende Abschaffung der sozialen Marktwirtschaft protestiert?

    Ich habe schon x-mal gehört, dass Problem des reichen Jünglings (der sein Geld nicht an die Armen verteilen wollte) sei sein Privatproblem gewesen, letztlich ginge es (nur?) um Gott – aber ne Predigt, die mal „ungeschützt“ darauf hinweist, dass die Aufforderung an diesen Mann auch das ist, was Gott von einige Leuten heute erwartet, hörte ich noch nie …

    Entsprechendes könnte mensch zu anderen Sünden in dieser Gesellschaft sagen – mangelnde Gastfreundschaft, Ausländerfeindlichkeit usw.

    Antworten
  23. Klaus Dieter Schulze says:

    Viele der Gedanken und Überlegungen hier sind ja aus Menschlicher Sicht nicht schlecht.
    Nur wir sollten die Rechnung nicht ohne Gott auf machen !!
    Jesus Christus ist Herr aller Herren und König aller Könige,das steht so in der Bibel !!
    Allso: Regierung ohne Gott ??
    ( die Leute wollen das so,aber Gott nicht )
    Jesus Christus sagt:wer nicht für mich ist,der ist gegen mich !
    = keine Sünde ist für Gott !
    =Sünde trennt von Gott
    =wie viele anderre Sünden ist auch Homosexualität Sünde vor Gott !
    Der Ausweg: Jesus Christus ist für Sünder an das Kreuz geschlagen worden,Er möchte deine Sünden vergeben !
    Du darfst wählen !! Du wirst wählen !!
    Jesus Christus ? oder Sünde ?

    Antworten
  24. Koyaanisqatsi says:

    @Herr Schulze:
    Die Endgültigkeit in Ihren Worten ist schrecklich.

    Was ich aber wirklich übel finde: Man diskutiert kein reelles Problem. Die Welt wird nicht unter gehen dadurch das Mann einen Mann liebt oder das zwei Frauen ein Kind groß ziehen.

    Antworten
  25. Koyaanisqatsi says:

    Was ich übrigens vergessen habe:
    Die Bibel verbiete Sex zwischen Männern, aber nicht die Liebe zwischen Ihnen! (Bitte genau durchlesen) Und von einem Verbot der Ehe ist auch nichts zu lesen. Nirgendwo!

    Dagegen verbietet die Bibel viele Meeresfrüchte!
    Warum betet denn niemand für die Hummer- oder Aalesser?
    Haltet ihr das für lächerlich? Wieso? Es ist sehr explizit aufgeführt.

    Soll ich euch sagen was meine Meinung dazu ist?
    Weil eure Meinung Homo = Sünde auf Vorurteilen und blindem Hass beruht und nicht auf irgendwelchen Tatsachen.

    Antworten
  26. Rolf Krüger says:

    @alle: Hier geht es nicht um die Frage, ob Homosexualität Sünde ist oder nicht. Hier geht es um einen praktischen Vorschlag, mit den unterschiedlichen Sichten auf dieses Thema möglichst einvernehmlich umzugehen.

    Nur zur Erinnerung 🙂

    Antworten
  27. Koyaanisqatsi says:

    Okay… dann schreibe ich was zum Thema:
    Ich stehe voll und ganz hinter Hayetts Vorschlag:
    Der Geschlechterbegriff wie er verwendet wurde, als diese Gesetzte geschrieben wurden, ist vollständig überholt. Wenn man eine Familie schützen will, um Kindern ein besseres Aufwachsen zu ermöglichen, so sollte man genauso Regenbogenfamilien mit Kindern schützen, und kinderlose Paare eben nicht. Homosexuelle Lebensgemeinschaften können genauso Kinder hervorbringen/großziehen wie heterosexuelle Partnerschaften. Es wird Ihnen nur schwerer gemacht durch gesellschaftliche Normen.

    Und zu sagen Homosexuelle wechseln häufiger die Partner stimmt zwar,
    aber ich sehe da 3 Probleme, dass so zu pauschalisieren und als Argument heranzuziehen:
    Die Ursache des Wechsels sehe ich darin, wie mit dem Thema in der Öffentlichkeit umgegangen wird. D.H. (das ist meine Meinung, ohne jetzt wirklich Studien als Beweis aufweisen zu können) die Art wie Homosexuelle behandelt werden führt letztendlich zu dem Verhalten und nicht umgekehrt, wie es manche gerne behaupten.
    Menschen sind generell „von Natur aus“ nicht Monogam. Sonst würde sich jeder nur einmal im Leben binden.
    Es gibt auch genügend Homosexuelle die Monogam leben.

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  28. Lisa says:

    Auf einen Kaffee …

    komme ich doch gerne mal vorbei 🙂

    Kaffeepause!

    Antworten
  29. Wolfram says:

    Eine interessante Diskussion…
    die Reformatoren haben sich ziemlich einmütig in die gegenteilige Richtung geäußert: die Ehe ist ein weltlich Ding. Das ist auch der rechtliche Status in den meisten Ländern Europas, soweit ich informiert bin. Natürlich steht es jedem frei, seine eigene Ehe anders zu denken…
    und die Frage sei erlaubt, ob nicht auch und gerade in Fragen der ehelichen Lebensführung die Anmerkung Jesu gültig bleiben sollte: „wer von euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein“… gestalte doch erst einmal jeder, gemeinsam mit dem Partner, seine eigene Ehe so, daß sie dem Anspruch des Epheserbriefs gerecht wird: „als Bild für die Bindung zwischen Christus und der Kirche“. Und dann, dann erst gehe er daran, sich über die Ehe der anderen ungefragt zu äußern.

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